Warsteiner Wehr erlebt ruhiges Jahr 2014

Jahreshauptdienstbesprechung der Feuerwehr Warstein: Die langjährigen Aktiven wurden besonders ausgezeichnet.
Jahreshauptdienstbesprechung der Feuerwehr Warstein: Die langjährigen Aktiven wurden besonders ausgezeichnet.
Foto: Manfred Böckmann / WP
Zahlreiche Beförderungen und Ehrungen engagierter Kameraden standen im Mittelpunkt der Hauptjahresdienstbesprechung der Feuerwehr.

Warstein..  Die Idee, auch Kinderbetreuung für Wehrleute im Einsatz anzubieten, um mehr Bürger für die Wehr zu begeistern, kam bei den Teilnehmern der Jahreshauptdienstbesprechung der Feuerwehr Warstein besonders gut an. Kreisbrandmeister Thomas Wienecke stellte dabei gestern Abend im Festsaal der LWL-Klinik Gedanken vor, die sicher stellen sollen, dass es auch künftig genug Mitglieder gibt. Das Problem der Mitgliedergewinnung und -erhaltung werde immer wichtiger, betonte er.

Derzeit besteht die Feuerwehr im Stadtgebiet aus 406 Mitgliedern, darunter 251 Aktive, 66 in der Jugendfeuerwehr und 89 in der Ehrenabteilung. Unter den aktiven sind aktuell 13 Frauen, berichtete Michael Döbeln als Leiter der Wehr.

Besondere Ereignisse

Das Jahr 2014 sei „sehr ruhig“ gewesen, aber trotzdem mit einigen besonderen Ereignissen wie Unterstützung bei Sturmschäden im Rheinland und Münster. Außerdem wurde man zum ABC-Einsatz auf der A44 gerufen. Die Warsteiner halfen auch nach dem Hochwasser in Drensteinfurt. Im vergangenen Jahr wurden die Kameraden insgesamt zu 204 Einsätzen gerufen, das sind 36 weniger als im Vorjahr.

Keine Großbrände

Großbrände gab es 2014 gar nicht (Vorjahr zwei), die Zahl der kleinen und mittleren Brände halbierte sich von 59 auf 30. Dafür wurden sechs ABC-Einsätze gezählt, die es 2013 gar nicht gab. In 56 (62) Fällen meldete sich eine Brandmeldeanlage, in 25 (30) Fällen leistete die Feuerwehr Brandsicherheitswachen. Technische Hilfeleistung (Sturm, Hochwasser, Tierrettung) war 26 (23) Mal gefordert, zu einer Ölspur oder Öl auf Gewässern wurde die Feuerwehr Warstein in 21 (18) Fällen gerufen, berichtete Michael Döben in seiner Bilanz. 8 (6) Mal war eine Person nach Verkehrsunfall eingeklemmt und musste befreit werden. Die Zahl der „sonstigen Einsätze“ belief sich auf 10 (10). Und wie im Vorjahr stellten sich Wehrleuchte in 22 Fällen für die Brandschutzerziehung zur Verfügung.

Bewährte Zusammenarbeit

Bestens bewährt habe sich die Zusammenarbeit mit Rüthen bei der Ausbildung, betonte der Leiter der Feuerwehr. Die Zusammenarbeit solle fortgesetzt werden, so Döben weiter. 25 Mitglieder nahmen zudem an einem Fahrsicherheitstraining Teil - „eine gute und wichtige Sache“. Insgesamt ließ sich die Stadt die Feuerwehr 2014 rund 600 000 Euro kosten. In diesem Jahr bekommt die Feuerwehr in Mülheim ein neues Fahrzeug. In seinem Grußwort betonte Manfred Gödde, dass die Wehr auf die Stadt zählen könnten, schließlich gehe es um den Schutz der Menschen. Das Ergebnis der Suche nach einem Grundstück für das neue Feuerwehrgerätehaus in Warstein werde man in ein paar Wochen bekannt geben. Besonders freute sich Gödde, mit Birgit Ahle erstmals eine Frau für 25jährige aktive Teilnahme in der Wehr zu ehren.

EURE FAVORITEN