Warstein bekommt schnelles Internet - bald

Josef Sommer, Alfred Bathe, Bürgermeister Thomas Schöne, Uwe Gerber, Stephanie Stoof und Martin Friederitzi (von links) vor einem der 45 Multifunktionsgehäuse im Vorwahlbereich 02902, hier in Hirschberg.
Josef Sommer, Alfred Bathe, Bürgermeister Thomas Schöne, Uwe Gerber, Stephanie Stoof und Martin Friederitzi (von links) vor einem der 45 Multifunktionsgehäuse im Vorwahlbereich 02902, hier in Hirschberg.
Foto: Manfred Böckmann
  • Warstein bekommt schnelles Internet
  • Zum Jahreswechsel sind 100 MBit möglich
  • Eigene Ausschreibung für Gewerbegebiete

Hirschberg.  „So sieht Internet aus, wenn man es anfassen will“, formuliert es Uwe Gerber plastisch. Oder – etwas werbewirksamer für seinen Arbeitgeber Telekom: „So sieht die Internet-Zukunft in Warstein aus.“ Im Vorwahlbereich 02902 verlegt die Telekom 25 Kilometer Glasfaser, installiert 45 neue Verteiler.

„Das ist modernste Technik“, erläutert der Telekom-Vertriebsexperte. Heißt: 9200 Warsteiner Haushalte können sich auf eine Bandbreite von bis zu 100 MBit freuen. Allerdings wird es wohl eher ein Weihnachtsgeschenk werden, denn zwar ist inzwischen mit den ersten Tiefbauarbeiten begonnen worden (fünf Kilometer sind noch nötig, die restlichen Glasfaserleitungen liegen bereits oder werden in Leerrohre „eingeblasen“), doch bis die digitale Hochleistungstechnik auch freigeschaltet wird, dürfte es Dezember oder Januar werden. Vor dem Start plant die Stadt – zusammen mit dem Unternehmen – bei Bedarf Informationsveranstaltungen. Und erst dann, wenn der genaue Termin feststeht, kann auch die mögliche Bandbreite ermittelt, können Bestellungen angenommen werden.

Von den schnellen Leitungen, Voraussetzung nicht nur für schnelles Surfen, sondern etwa auch für Internet-Fernsehen, profitiert nicht nur die Kernstadt, sondern alle Orte im Vorwahlbereich. Aus diesem Grund fand die Präsentation am Multifunktionsgehäuse in Hirschberg statt.

Eigene Ausschreibung für Gewerbe

Für die Gewerbegebiete im Stadtgebiet gibt es eine spezielle Ausschreibung für die Vorwahl 02925 (insbesondere Allagen und Niederbergheim), setzt Immobilienexperte und Wirtschaftsförderer Alfred Bathe auf Fördergelder. Denn: Die moderne Technik kostet. Das Verlegen der Glasfaser kostet die Telekom pro Kilometer 70 000 Euro, für jeden Schaltschrank werden 40 000 Euro investiert.

Bürgermeister Thomas Schöne freut sich, dass die Telekom für Warstein das Potenzial für schnelles Internet erkannt hat und selbst investiert. Das sei wichtig für Private wie Gewerbetreibende. Nun folgten den Ankündigungen Taten. Denn, so Schöne: „Das brauchen wir, um die Stadt zu ertüchtigen. Das wird Warstein neuen Schwung bringen.“

Denn Alfred Bathe weiß genau, was potenziellen Neubürgern wie Firmenchefs wichtig ist: „Welche Bandbreite gibt es hier?“ sei immer wieder die erste Frage, so wie früher jeder wissen wollte, ob es in einem geplanten Baugebiet denn auch einen Gasanschluss gebe.

„Die Planungen sind abgeschlossen, jetzt wird gegraben“, bringt es Telekom-Regio Manager Uwe Gerber auf den Punkt. Und bittet Anwohner gleichzeitig um Verständnis dafür, wenn in ihrer Nachbarschaft gegraben werden muss, um die Glasfaserleitungen in den Boden zu bringen.

Komplett digital

Die neue, moderne Technik, ist komplett digital. Der Analogbereich wird folglich in absehbarer Zukunft abgeschaltet. Aber auch wer in Zukunft weiter auf Internet und damit schnelle Datenleitungen verzichten möchte, muss sich keine Gedanken machen; die entsprechende Umstellung erfolgt im Hintergrund, so dass auch diese Option bleibt.

Im übrigen, betont Gerber, wird niemandem schnelles Internet oder ein neuer Vertrag aufgezwungen: „Es passiert nur etwas, wenn es der Kunde auch will.“

 
 

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