Von abstrakten bis zu filigranen Werken

Von Kunigunde Hundt (l.) zur Vernissage begrüßt: Die Künstler Christel Spanke, Ulli Meier und Renate Schneider.
Von Kunigunde Hundt (l.) zur Vernissage begrüßt: Die Künstler Christel Spanke, Ulli Meier und Renate Schneider.
Foto: WP
Künstlerische Vielfalt und Experimentierfreude stellen drei Künstler unter Beweis, die ihre Werke im Warsteiner Pflegezentrum des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) ausstellen. Zur Vernissage begrüßte Kunigunde Hundt, Leiterin der Einrichtung, zahlreiche Bewohner, die meist ihre eigenen Bilder aus dem kunsttherapeutischen Angebot der Klinik dort zeigen.

Warstein.  Künstlerische Vielfalt und Experimentierfreude stellen drei Künstler unter Beweis, die ihre Werke im Warsteiner Pflegezentrum des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) ausstellen. Zur Vernissage begrüßte gestern Kunigunde Hundt, Leiterin der Einrichtung, zahlreiche Bewohner, die meist ihre eigenen Bilder aus dem kunsttherapeutischen Angebot der Klinik dort zeigen.

Jetzt präsentieren Christel Spanke, Renate Schneider und Ulli Meier in den Gängen „einfach (nur) Kunst“. Wenn sie sich zweimal wöchentlich in ihrer Galerie an der Hauptstraße treffen, malen sie, ohne bestimmten Regeln zu folgen, lassen ihren Emotionen freien Lauf, experimentieren mit verschiedenen Techniken und inspirieren sich gegenseitig. Doch da enden bereits die Gemeinsamkeiten der „Simply Art“-Künstler.

Kunst am Arbeitsplatz gezeigt

Entstanden ist der Kontakt durch Ulli Meier, der bereits seit 40 Jahren hauptberuflich im Pflegedienst der Warsteiner LWL-Einrichtungen tätig ist. 2010 gestaltete er unter dem Titel „Farbenspiel“ eine Einzelausstellung an seiner Arbeitsstätte. Neben dem „kreativen Kopf aus den eigenen Reihen“ freute sich Kunigunde Hundt darüber, dass es mit seiner Unterstützung gelungen ist, zwei Mitstreiterinnen ins Pflegezentrum zu holen, „und damit unseren Bewohnerinnen und Bewohnern sowie allen interessierten Besuchern ein noch breiteres Spektrum künstlerischen Schaffens zu präsentieren.“

Meier folgt bei seinen Malereien keiner bestimmten Stilrichtung. In seinen Werken überwiegt das Abstrakte; sie sind durch klare Linien und eine satte, kontrastreiche Farbgebung geprägt. Renate Schneiders Acryl- und Ölmalereien pendeln hingegen zwischen realistisch und abstrakt. Oft sind sie von Bauwerken, Landschaften oder Personen inspiriert, zuweilen aber auch nur von einer Farbe und den sich beim Malen daraus ergebenden Assoziationen.

Lebendige Poesie

Christel Spanke zeichnete zunächst ausschließlich mit Tusche und Aquarellfarben, bevor sie sich ebenfalls Acryl und Öl zuwandte. Lebendige Poesie spricht aus ihren detailgetreuen, filigranen Werken, und nicht selten steckt eine Geschichte dahinter, die sie, so die Künstlerin, „in gemalten Pflanzen erzählt“ und mit präzisem Pinselstrich für den Betrachter erlebbar macht. Dabei lässt sie jedem auch viel Raum für eigene Interpretationen.

Die Vernissage untermalte Margret Trost am Klavier, während sich die Gäste erst bei Kaffee, Kuchen und belegten Broten stärken und dann die Bilder in den Fluren anschauen konnten.

 
 

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