Vier Bands sorgen für Partykick in Rüthens Kneipen

Kneipennacht Rüthen: Wildlive Music.
Kneipennacht Rüthen: Wildlive Music.
Foto: WP
Rüthens Wirte haben auch bei der gut besuchten siebten Musiknacht wieder viel zu tun. Der Bogen reicht von Rock’n’Roll über Punkrock bis zu Pop.

Rüthen..  So etwa um zwei Uhr in der Nacht packte die letzte Band ihr Equipment ein, um abgekämpft den Heimweg anzutreten. Die letzten Partygäste blieben allerdings noch bis weit in die Morgenstunden.

Die siebte Rüthener Musiknacht kann der Wirteverein als Veranstalter als Erfolg verbuchen. Mit Recht. In vier Kneipen gaben die engagierten Bands alles, um dem Publikum gerecht zu werden. Das wiederum zeigte sich als sehr junges Publikum – jünger als so manche Musikrichtung der Macher dieses Abends. Gleich zwei der vier Bands bedienten eher das ältere Publikum. Und das blieb eher unter sich.

Kampf mit der Kälte

Rockin’ Rebels in der Hachtor­stube kämpfte obendrein noch mit der Kälte, im schlecht beheizten Zeltanbau. Die erfahrene Band aus Lippstadt versprühte ihren gut gemachten Rock’n’Roll vor mäßigem und fröstelnden Publikum. Hinzu kommt noch die Trauer um Bandmitglied Charly, den sie vor einer Woche nach 50-jährer Bandarbeit viel zu jung beerdigen mussten. Bandfreund Pluto füllte nun die Lücke, um Ihr Erfolgsmotto „Let’s have a Party“ auch in Rüthen zünden zu können. Im Gepäck Hits aus der guten alten Zeit des Rock’n’Roll. Von Elvis Presley über Buddy Holly bis hin zu Wanda Jackson konnte man in der „Hachtorstube“ neben dem Rock’n’Roll auch den Twist probieren.

Die Bude so richtig zum Kochen brachte „Wildlive“ bei Knickenbergs. Frontfrau Alexa sorgte mit ihren Jungs für den absoluten Partykick. Ihre rockigen Rhythmen, gepaart mit leidenschaftlichen Vocals, traf vollends den Geschmack der Partygäste. Unter ihnen Rüthens Königspaar Jörg und Nadine Farke, die mit einer Luftgitarrennummer der guten Stimmung noch einen drauf setzten. „Morgen habt ihr Rücken“, warnte Alexa. Mag sein, hier ging die Party trotzdem ab. „Wildlive“ zündete von „Westerland“ bis zur „Rocky Horror Picture Show“ ihren rockigen Gig, mit spitzen Drummer- und Gitarreneinlagen der keine Wünsche übrig ließ.

Handgemachte Cover-Musik

Den Beat brachten die Jungs von „Colorados Revival“ nach Rüthen. Alles lang erfahrene Musiker, die im Leben nichts anders als handgemachte Musik gemacht haben, wie sie selbst sagen. Auch hier ist, ähnlich wie bei Rockin’ Rebels, das älteste Bandmitglied 70 Jahre. Von Santana über Schadows, BAP, Westernhagen bis hin zu AC/DC und vielem mehr überzeugten die Oelder auch in Rüthens Marktschänke Wendel. Da hatte Waltraud Röhring mit ihrer Mannschaft an den Tresen alle Hände voll zu tun.

Im ehemaligen Kolpinghaus, jetzt „Zum Hexenturm“, räumte „Five Minutes Left“ ab. Die Hammer Profis zogen einen musikalischen Bogen quer durch die Epochen des 20. Jahrhunderts. Ob Pop, Rock, Hardrock oder Punkrock, ob 60er, 70er, 80er, 90er oder Neuzeit: „Wir covern alles, was uns gefällt, mit Leidenschaft und möglichst originalgetreu“, sagt die Band – und die Musiker bewiesen es im vollem Haus. Hier im großzügigen Saal bleib ordentlich Platz zum Tanzen. Was auch geschah, in der siebten Rüthener Musiknacht.

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