Unbekannte stehlen Solaranlage vom Dach des Modellflugvereins

Vom Dach dieses Netzhäuschens haben die Täter die Solaranlage gestohlen. Christoph Spanke
Vom Dach dieses Netzhäuschens haben die Täter die Solaranlage gestohlen. Christoph Spanke
Foto: WAZ FotoPool
Die Vereinsmitglieder vom MFV Hirschberg-Warstein sind aufgebracht - nicht nur wegen des Schadens, sondern auch wegen der Dreistigkeit der Täter.

Hirschberg..  Niemand weiß, wann die Täter kamen, woher und was sie mit der Beute anstellen. Sicher ist nur: Unbekannte haben eine Photovoltaikanlage vom Trainingsgelände des Modellflugvereins Hirschberg-Warstein gestohlen. Es spricht einiges dafür, dass die Täter die Anlage kannten.

Die Fakten: Am Sonntag, 8. November, kamen letztmals Vereinsmitglieder auf die Wiese am Siebeckeweg, damals war noch alles in Ordnung. Am vergangenen Samstag fuhr einer raus, um vor dem Winter den Windsack einzuholen. Zu diesem Zeitpunkt war die Anlage bereits spurlos verschwunden. „In diesen sechs Tagen muss es also passiert sein“, sagt der zweite Vorsitzende Christoph Spanke (50). Der Verein hatte mit der Anlage die Akkus der Flugzeuge aufgeladen, sie hat laut Spanke einen Wert von 500 Euro. Nun fragen sich die knapp 60 Vereinsmitglieder: Wer klaut einem kleinen Club die Solaranlage vom Dach? Das Gelände liegt abgelegen, von der Sauerlandstraße aus ist es nicht einsehbar. Die Vermutung liegt nahe, dass die Täter den Flugplatz gezielt angesteuert haben müssen. Stammen sie aus dem Umfeld des Vereins? Spanke wiegelt ab: „Das glaube ich nicht.“

Eine geplante Aktion

Der Warsteiner geht davon aus, dass die Unbekannten mit einer Leiter angerückt sind, um die Solaranlage sauber abzumontieren. Oder mit einem Transporter, auf dessen Dach sie sich gestellt haben. „Auf jeden Fall war es eine geplante Aktion. Die haben den Zeitpunkt abgepasst, als hier kein Flugbetrieb war.“ Das sei jedoch kein Insiderwissen: „Modellflug ist vom Wetter abhängig. Das bekommt jeder mit, der sich damit beschäftigt.“ Womöglich habe sich das Ding jemand auf den Wohnwagen oder die Gartenlaube gesetzt.

Trotz der abgeschiedenen Lage („ganz versteckt, halb verdeckt, irgendwo tief im Wald“, heißt es auf der Internetseite) beklagt der Verein immer wieder Vandalismus. Mal sind es nur ein Haufen Kronkorken und Zigarettenkippen, die nächtliche Besucher rund um die Bänke zurücklassen. „Es sind dieses Jahr aber auch schon zweimal Leute mit einem SUV oder einem Quad auf dem Feld rumgefahren und haben dabei tiefe Furchen hinterlassen.“

Die Vereinsmitglieder hegen nun die letzte Hoffnung, dass irgendwer irgendwas gesehen hat. Vielleicht ein Spaziergänger oder ein Jäger im Hochsitz. „Wer uns Hinweise geben kann, soll sich bei mir melden“, fordert Spanke. „Wir lassen uns nicht alles gefallen!“

 
 

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