Suttroper Eltern appellieren für Teilstandort

Suttrop..  Sachlich, aber mit viel Engagement haben die Eltern der Suttroper Grundschüler gestern Abend für den Erhalt des Schulstandorts geworben. „Einem Teilstandort steht schulrechtlich nichts entgegen“, betonte der stellvertretende Schulpflegschaftsvorsitzende Christian Weiken bei einer Informationsveranstaltung im Gasthof Bültmann.

Zuvor hatte Schulamtsleiter Josef Pieper noch einmal die Position der Verwaltung deutlich gemacht. Nach ihrem Vorschlag würde die Grundschule wegen sinkender Schülerzahlen zum Schuljahr 2016/17 ein Teilstandort der Liobaschule. Ein Jahr später soll der Standort dann komplett aufgegeben werden (wir berichteten). „Die Schulqualität kann dauerhaft nur an einem Standort sichergestellt werden“, sagte Pieper.

„Kein Argument für Schließung“

Dass eine Schule mit zwei Standorten Herausforderungen mit sich bringt, räumte auch Christian Weiken ein: „Aber aus Sicht der Eltern dürfen innerschulische Herausforderungen kein Argument für die Schließung sein.“ Auch das von der Verwaltung errechnete Einsparpotenzial von jährlich 20 000 Euro lässt die Schulpflegschaft nicht gelten: „Das steht in keiner Relation zu den drohenden Auswirkungen“, machte Weiken deutlich.

In der Argumentation des städtischen Schulamtes vermissen die Eltern vor allem soziale Aspekte. Die Lehrstätte sei ein Ortsmittelpunkt und bedeutend für die künftige Entwicklung Suttrops. „Was würde eine Schließung in dieser Hinsicht bedeuten?“, fragte Weiken. Markus Kirchhoff, ebenfalls Mitglied der Schulpflegschaft, appellierte, die noch bestehenden Möglichkeiten voll auszunutzen. „Wenn die Schule einmal weg ist, wären diese Optionen ein für alle Mal vom Tisch.“

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