Suche nach Beweisen für Varusschlacht am Plackweg

Warstein.. Mit einem Kofferraum voller Unterlagen, die möglicherweise Hinweise geben auf eine Varusschlacht am Plackweg, kamen jetzt die „Varussteiner“, eine Gruppe Römerfreunde aus Warstein, aus Worms zurück.

Klingt Warstein nicht verdächtig nach dem „Varusstein“ des Germanicus, den dieser dem im 9. Jahrhundert n. Chr. gefallenen römischen Feldherrn Varus auf dessen Schlachtfeld gewidmet hat und der anschließend von den Germanen wieder zerstört wurde?

Solche Fragen und die Suche nach dem Schauplatz der Varusschlacht ganz hier in der Nähe, im Arnsberger Wald, be-schäftigen Fachleute und Laien seit dem vorletzten Jahrhundert. Rund ein Dutzend Veröffentlichungen zur Varusschlacht im Arnsberger Wald gibt es inzwischen. Sie wurden teilweise hoch gelobt, aber von den etablierten Römermuseen in Haltern und Kalkriese auch als chancenlos beurteilt, weil entsprechende Funde fehlen.

Eine der letzten größeren Veröffentlichungen dieser Art war 1986 das Buch von Wilhelm Leise: „Wo Arminius die Römer schlug“. Leise analysiert alte römischen Schriften, verwendet seine im zweiten Weltkrieg erworbenen Kenntnisse über Lage, Bedeutung und nicht zuletzt Befahrbarkeit von Wasserscheidenwegen für große reitende Einheiten dazu, über diese Scheidenwege den Weg der Varusarmee von der Weser an den Rhein nachzuvollziehen. Bei diesen Überlegungen kommt dem Plackweg als Wasserscheidenweg zwischen Ruhr und Möhne für den Marsch der Varus-Legionen und letztendlich für deren Untergang große Bedeutung zu.

Die „Varussteiner“ bekamen jetzt vom Sohn des Autors, Dr. Friedrich-Wilhelm Leise aus Worms, den römischen Nachlass seines Vaters überreicht: 25 Ordner und über 80 Fachbücher zum Thema Römer, Germanen und Varusschlacht sowie römische Hufeisen, die im Enkerbruch bei Warstein gefunden worden sein sollen. Zusätzlich bekam die Gruppe weitere Unterlagen zur Varusschlacht am Plackweg von Walter Würfel, ebenfalls aus Worms, einem der besten Kenner und Unterstützer dieser These. Nun gilt es, diese Unterlagen zu sichten, zu bewerten und weitere Beweise für eine Varusschlacht am Plackweg zu finden. Die wertvollen Dokumente werden nach der Sichtung im städtischen Archiv aufbewahrt.

 
 

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