Sturmtief Mirja hinterlässt Spuren im Kreis Soest

Wegen Sturmtief Mirja rückte die Werler Feuerwehr am Freitagmorgen zu mehr als 30 Einsäzten aus.
Wegen Sturmtief Mirja rückte die Werler Feuerwehr am Freitagmorgen zu mehr als 30 Einsäzten aus.
Foto: Andreas Bartel (Archiv)
Gegen fünf Uhr am Freitagmorgen fegt Sturmtief Mirja über den Kreis Soest hinweg. Der starke Wind deckt Dächer ab und entwurzelt Bäume. Die Polizei wird zu 19 Einsätzen gerufen. Zu dem Chaos auf den Straßen fallen dann auch noch Züge aus.

Soest. Sturmtief Mirja hat deutliche Spuren hinterlassen. Polizei und Feuerwehr bekamen im Kreis Soest am Freitagmorgen viel zu tun. Zwischen 5.30 und 7.30 Uhr wurde die Polizei insgesamt 19 mal alarmiert. Grund dafür waren heruntergefallene Äste und umgestürzte Bäume, die vorallem im Stadtgebiet von Werl und Welver für Chaos sorgten.

Einsturzgefährdeter Balkon in Werl

In beiden Städten deckte der Sturm einige Dächer ab – Ziegel flogen von den Dächern. An einem Haus an der Siederstraße in Werl drohte die größte Gefahr. Die Feuerwehr rückte aus und verhinderte den Einsturz der instabilen Balkon-Brüstung.

Autos wurden von herunterfallenden Ästen oder entwurzelten Bäumen beschädigt. Stark betroffen war die Autobahn-Auffahrt A445 bei Werl-Büderich. Ineinander verkeilte Bäume blockierten hier die Fahrbahn. Ein Autofahrer hatte großes Glück: Mit seinem Wagen geriet er unter einen umgestürzten Baum. Der Mann am Steuer blieb unverletzt.

Für die Aufräumarbeiten der Feuerwehr musste die Strecke zur A44 in Richtung Arnsberg/Wickede einige Stunden komplett gesperrt werden. Erst gegen 9 Uhr kam die Entwarnung der Wetterämter. Der Wind drehte und Sturmtief Mirja zog ab. Mehr als 30 Einsätze hatte die Werler Feuerwehr zu diesem Zeitpunkt bereits hinter sich.

Technische Störung im Stellwerk

Nicht nur die Berufspendler auf den Straßen waren genervt, auch viele Bahnfahrer kamen zu spät an ihr Ziel. Die technische Störung an einem Stellwerk in Schwerte brachte den Fahrplan erheblich durcheinander. Streckenabschnitte zwischen Fröndenberg und Hagen Hauptbahnhof sowie zwischen Fröndenberg und Dortmund-Hörde waren zeitweise beeinträchtigt.

Züge der Linien RE 17 (Kassel – Warburg – Brilon-Wald – Bestwig – Schwerte – Hagen ) und RE 57 (Brilon-Stadt – Bestwig – Schwerte – Hagen) mussten aus Bestwig kommend in Fröndenberg vorzeitig gestoppt werden. Aus Richtung Dortmund kamen die Züge vorzeitig in Dortmund-Hörde zum Stehen. Und die Züge der Linie RB53 zwischen Dortmund und Iserlohn fielen ganz aus.

Zwischen Fröndenberg und Hagen wurde ein Schienenersatzverkehr mit fünf Taxen für die Bahnfahrer eingerichtet. 20 Taxen verkehrten zwischen Iserlohn und Dortmund-Hörde. Gegen neun Uhr am Freitagmorgen war die Stellwerkstörung behoben. Die Regionalbahnen rollten danach wieder fahrplanmäßig über die Schiene.

Sonntagmittag erneute Sturmböen im Kreis Soest

Zum Wochenende beruhigt sich die Wetterlage im Kreis Soest. Mit starken Sturmböen ist vor Sonntag nicht mehr zu rechnen. Laut aktuellen Vorhersagen der Agentur kachelmannwetter.de frischt der Wind am Sonntagmittag erneut auf. Die Prognosen gehen von Geschwindigkeiten bis zu 50 Stundenkilometern aus. Der Höhepunkt sei bei Windstärke 6 zwischen 12 und 13 Uhr erreicht. Bis zum Abend schwäche die Brise dann wieder ab.

 
 

EURE FAVORITEN