Sorgen um das soziale Gefüge

Sorgen um das soziale Gefüge in Rüthen macht sich Bürgermeister Peter Weiken, kommt es zur Aufstockung der Kapazität in der Zentralen Unterbringungseinrichtung des Landes auf 550 Regel- und 50 Notfallplätze. Die Politik sieht es genauso. Dies wurde in der Sitzung des Schul- und Sozialausschusses Donnerstagabend deutlich.

„Es ist ein Zeitpunkt erreicht, wo wir uns im Interesse der Bevölkerung klar positionieren müssen“, fand Weiken. Es sei keine Art und Weise, die Belegungszahlen durch die Bezirksregierung heraufzusetzen, ohne die Rüthener dazu anzuhören. Als „verheerend“ bezeichnete er es, „diese Entwicklung stillschweigend zur Kenntnis zu nehmen“. Nicht dass es eines Tages heiße, in Rüthen habe alles so brillant geklappt und Widerworte habe es nicht gegeben.

Krisenherd vorgezeichnet

Die vom Ausschuss verlangte grundsätzliche, nicht aber endgültige Positionierung nahmen die Politiker umgehend vor. Vorsitzender Jürgen Augustinowitz (CDU) machte einen Vergleich auf: Bei 500 000 Einwohnern in Dortmund müssten dort utopischerweise 50 000 Flüchtlinge untergebracht werden, lege man den Maßstab an, der für Rüthen mit 4500 Bürgern in der Kernstadt gelte. Wenn jede Besenkammer noch zu einem Sechs-Bett-Zimmer würde, entstehe ein Krisenherd. „Das kann man sich an fünf Fingern abzählen“, befürchtete Susanne Dönnecke (BG). Ihr Parteikollege Gyso von Bonin warnte davor den Bogen soweit zu überspannen bis er breche. „Es hat keiner etwas gegen die Einrichtung – aber es reicht.“ In seiner Kritik zielte er vor allem auf die Bezirksregierung. „Was die Bürger hier tun ist in aller Munde. Unglaublich aber ist, was die Verwaltungsbürokratie von oben ihnen abverlangt.“

In den Fraktionen wird nun beraten, wie sich die Stadt positioniert. In der nächsten Ratssitzung wird dann über eine Stellungnahme entschieden.

 
 

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