Siepmann: Antrag auf Kurzarbeit

Warstein.  Für rund 150 Mitarbeiter des Schmiedebereichs der Siepmann-Werke ist ab Mitte November Kurzarbeit beantragt. Die Dauer sei noch offen, sagte Siepmann-Geschäftsführerin Korinna Schwittay der WP. Der Erste Bevollmächtigte der zuständigen IG Metall in Arnsberg, Wolfgang Werth, sprach von einer Dauer bis mindestens zum Jahresende. Alles Weitere sei offen.

Unterschiedliche Ausprägung

Die Kurzarbeit werde die Mitarbeiter in unterschiedlicher Ausprägung treffen, kündigte die Geschäftsführerin an. Drei Tage oder vier Tage – je nach Aufgabenfeld. Die Betroffenen seien informiert.

Ursache ist die seit langem schwache Konjunktur im Maschinenbau, die vielen Herstellern Probleme bereite. Zudem sei die Lage in der Stahlindustrie schwierig.

Ukraine-Embargo

Werth sprach von konjunkturellen Beeinträchtigungen des Gesamtunternehmens (Persta und Stahl-Armaturen) durch das Ukraine-Embargo und den schwächelnden Kraftwerksbau. Die Lage sei derzeit „nicht erfreulich“. Dass Kurzarbeit beantragt werde, wenn sich die Auftragslage in der Schmiede nicht bessere, sei der Belegschaft seit dem Sommer bekannt gewesen, so Werth.

Noch im vergangenen Frühjahr hatten die Siepmann-Werke einen Strategiewechsel angekündigt, gleichzeitig aber auch einen Abbau von 50 der insgesamt 500 Stellen.

 
 

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