Sieben Minuten Heimatliebe

Warstein Project
Warstein Project
Foto: WP

Warstein..  „Musik ist alterslos“, sagt Burkhard Ochel, Sänger und Gitarrist von „Warstein Project“. Das beweist er mit seinen Musikkollegen auch durch die Zusammensetzung der Band selbst. Die drei ehemaligen „Räuber“-Musiker schaffen es zusammen mit der Unterstützung der jungen Sängerinnen Isabella Wiemar und Sabrina Furchert, Warsteiner Heimatliedern eine frische Note zu verpassen. Vor kurzem haben sie einen Best-of-Mix im Internet veröffentlicht.

Am 31. Oktober hatte „Warstein Project“ ihr zweijähriges Jubiläum. Der Erfolg seit dem Beginn ist enorm, wie die Internetzahlen beweisen. 2215 Besuche aus 19 verschiedenen Ländern - aus Brasilien, Kanada, den USA, Finnland, den Niederlande... „Ohne das Internet hätten wir die Leute nicht erreichen können“, sagte Detlef Holzhauer, Gitarrist der Band. Dieses Jahr gab es allerdings keine neuen Lieder für die treuen Fans zum runterladen, sondern einen Sieben-Minuten-Mix, eine Zusammenstellung der besten Liedsequenzen. Denn die Band will nicht, dass ihr Projekt einen inflationären Charakter bekommt. „Uns kam es ja in letzter Zeit schon viel vor. Wie sollen die Leute es dann erst verarbeiten?“ meint Keyboarder Helmut Hiegemann.

Aber für das nächste Jahr plant die Band wieder größere Projekte, wenn die Band „Die Räuber“ theoretisch ihr 30-jähriges Jubiläum feiert und das Warstein Project seit drei Jahren besteht. Dann soll es eine Neuauflage eines Räuber-Liedes geben, das ebenfalls Warsteiner Bezug hat. „Außerdem wollen wir weitere Visualisierungen vornehmen“, verrät Detlef Holzhauer, mit Blick auf das mit Fotos unterlegte Lied „Warstein meine Stadt“, das man sich bei Youtube angucken kann.

Kaum ist das Stichwort „Visualisierung gefallen“, setzt im Projektkeller der Band das Brainstorming ein. Burkhard Ochel legt sofort los: „Das Lied Erinnerung würde sich doch eignen. Ich hab schon die Bilder im Kopf, im Retro-Stil.“ Dafür erntet er ein zustimmendes Nicken. Die fünf Project-Mitglieder harmonieren bestens miteinander, der Altersunterschied macht hier gar nichts aus. „Es muss einfach passen“, sagt Detlef Holzhauer dazu.

Er kennt die beiden Mädchen aus der Schule, wo sie schon in der Schulband gesungen haben. „Wir hatten den Wunsch schon seit Jahren, weibliche Backroundsängerinnen zu haben“, erzählt Burkhard Ochel. Mit dem „Warstein Project“ hat es nun endlich geklappt. „Eines Tages kam der Anruf“, erinnert sich Sabrina Furchert an den gemeinsamen Anfang.

Als Warsteiner Kinder sind die Sängerinnen mit den Heimatliedern aufgewachsen. Vor allem Isabella merkt als Altenpflegerin, wie generationsübergreifend sie wirklich sind: „Im Heim werden diese Lieder viel gesungen.“ Aber auch in Warsteins Kneipen könne man die Lieder immer wieder hören. „Wenn in der Ente zugemacht wird, wird als letztes Lied immer Herrliches Städtchen im Westertal gespielt.“

Der breite Erfolg liegt in einem einfachen Grundgedanken, den Burkhard Ochel beschreibt: „Wir wollen einfach Musik machen, die den Leuten gefällt.“ Die Räuber hatten früher auch kritischere Themen in ihren Songs aufgegriffen, das fällt jetzt fast komplett raus. „Warstein hat kein gutes Image“, sagt Ochel mit Blick auf die vielen Diskussionen in der Stadt, „wir wollen da bewusst gegensteuern und die schönen Seiten aufzeigen.“ Es ist, wie es schon in dem Lied „Warstein meine Stadt“ heißt: „Bist keine graue Maus, hast wunderschöne Ecken, man muss sich nur bemüh’n, sie immer wieder zu entdecken.“ Downloads unter: www.warstein-project.de

 
 

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