Sicherer Weg nicht nur für Schulkinder

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Hirschberg..  Viele Stunden hatten sie unter freiem Himmel gearbeitet, hatten die Böschung verbreitert, den Untergrund befestigt, das alte Pflaster aufgenommen und an neuer Stelle Steine verlegt, um den Gehweg an der Kurfürstenstraße vor allem für die Schulkinder sicherer zu machen. Denn vor allem den Kindern, die einen sicheren Weg aus dem Neubaugebiet Springwiese zum Kindergarten benötigen, sowie der Schulbushaltestelle, soll diese Neugestaltung dienen.

Bereits im August war der neue Gehweg in der Kurfürstenstraße in Hirschberg zwischen Hubertusweg und Kalkofen fertig gestellt worden. Gestern fand die offizielle Besichtigung mit Johannes Hellermann, bei der Stadt Warstein für das Sachgebiet Straßen zuständig, und Heinrich Georg Trelle, Leiter der Abteilung Straßenwesen beim Kreis Soest statt.

„Das ist ein echter Bürgergehweg, was den Bau angeht“, lobte Trelle das Engagement der Anwohner, die den Weg ein Stück nach Norden hin verlegten. So fügt er sich optisch gut in das Ortsbild ein. „Die Kommission von Unser Dorf hat Zukunft hat positiv die räumliche Trennung von Fahrbahn und Gehweg angemerkt“, führte Heribert Risse, der beim Bau kräftig mit Hand anlegte, aus. Auch wenn vielleicht nicht explizit der Bürgergehweg gemeint sei, sind die positiven Eigenschaften unbestritten.

„Das Sicherheitsgefühl ist einfach höher“, betonte Johannes Hellermann. „Das ist eine Win-Win-Situation für die Hirschberger und für die Stadt.“ Die hatte, ebenso wie der Kreis Soest, einen Zuschuss für den Bürgergehweg in Form von Materialien in einem „niedrigen vierstelligen Bereich“ geleistet. Der Kreis hatte als Grundstückseigentümer außerdem den Grund für den Weg zur Verfügung gestellt und Fräsarbeiten geleistet. „Das hat uns nicht wirklich etwas gekostet“, betonte Trelle. „Es war schon gut, dass uns auch die Fläche gehörte.“

Nach Pfingsten war der Startschuss für die Verlegung des Gehweges gefallen – gleichzeitig mit den Baumaßnahmen an der Schützenstraße. „Aus der Maßnahme konnte Auffüllmaterial verwendet werden, um das Gelände des neuen Gehweges auf das Niveau der Straße anzuheben“, erläuterte Risse. Um die neue Gehwegbreite musste der Hang verbreitert werden. „Wenn wir das Material der Schützenstraße nicht hätten verwenden können, hätte es die Kosten gesprengt“, fügte Karin Risse-Hiegemann hinzu. HeidelbergCement spendierte benötigten Schotter. Auf der Fläche des alten Gehweges wurde ein Grünstreifen angelegt.

150 Arbeitsstunden investiert

Da für die Erstellung des neuen Gehweges sicherlich 150 Arbeitsstunden investiert wurden, setzte Hellermann Erfahrungswerte vergleichbarer Maßnahmen an. Dass man diese nicht gezählt habe, erklärte Heribert Risse. „Wir haben immer abschnittsweise gearbeitet – so, wie wir Material zur Verfügung hatten. Und natürlich, wie die Leute konnten – es war ja eine freiwillige Geschichte.“

Eine Maßnahme, die die Anwohner nicht nur einigen Arbeitsschweiß kostete, sondern auch Spaß machte. „Es kamen immer wieder unverhofft Leute vorbei, um uns Getränke zu bringen. Das war wirklich schön“, betonte Karin Risse-Hiegemann.

Auch mit der Anbringung des Geländers ist der Gehweg noch nicht komplett fertig, er soll noch optisch aufgewertet werden. So werden noch niedrige Büsche gepflanzt.

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