Selbst Sturm kann Blutspender nicht bremsen

Rüthen..  Kein Weg zu weit, kein Wetter zu schlecht: Die Blutspender aus Rüthen und Umgebung ließen sich am Dienstagabend von Sturmtief Niklas nicht den Willen zum Lebenretten nehmen.

Richtige Entscheidung

Umgestürzte Bäume, tieffliegende Dachziegel, Windböen, die die eigene Standfestigkeit in Frage stellten – beim morgendlichen Blick aus dem Fenster schwante den Verantwortlichen beim DRK in Rüthen nichts Gutes und der Gedanke, den Blutspendetermin in der Stadthalle kurzfristig aus Sicherheitsgründen abzusagen, wurde auch schon in Erwägung gezogen. Leichte Besserung zur Mittagszeit hin ließ jedoch hoffen und die Zahl der am Nachmittag erschienenen Spender bewies die Richtigkeit der Entscheidung, den Termin doch durchzuführen.

Mit 206 gezählten Blutspendern, die sich vom widrigen Wetter nicht abhalten ließen, war dies angesichts der Verhältnisse laut DRK-Ortsvereinsvorsitzendem Rolf Gockel „eine wirklich gut besuchte Veranstaltung und unser Dank gilt allen, die gekommen sind“.

Wort gehalten hatte auch der Blutspendedienst West, der nach deutlichen Beschwerden aus den Reihen der Spender wegen langer Wartezeiten nun wieder drei Ärzte zum Termin gesandt hatte. Im Gegenzug wünscht man sich dafür auch eine dauerhafte Beteiligung von deutlich mehr als 250 Spendern. Rotkreuzleiter Klaus Matthews hofft auf Verständnis bei den Verantwortlichen dort, dass ein Erreichen dieser Zahl auch angesichts der Osterferien am Dienstag unmöglich gewesen ist.

Gute Wünsche in die Tat umgesetzt

Gesundheit und Leben schenken sei nicht nur ein netter Spruch auf Glückwunschkarten – dieser Meinung sind auch die Jubilare, die am Dienstag für ihr Engagement ausgezeichnet wurden. Mit einem kleinen Pieks in den Arm lassen sie aus dem Spruch Wirklichkeit werden. Dies gilt für Brigitte Lieske, Hubert Schorlemer und Norbert Stelter, die jeweils schon stolze 100 Mal Blut spendeten. Dank ging auch an Bernd Gockel für seine 50. Blutspende, an Matthias Prinz und Christian Hüther für ihre 25. Spende und an Norma Schröder, die sich zum zehnten Mal auf das Spenderbett legte.

EURE FAVORITEN