Schützen brauchen einen Mann mehr

Armin Obalski
Geschäftsführender Vorstand Schützenverein Altenrüthen.
Geschäftsführender Vorstand Schützenverein Altenrüthen.
Foto: Armin Obalski
Um einen Mann erweitert hat der Schützenverein Altenrüthen seinen engeren Vorstand. „Der Arbeitsaufwand ist in den letzten Jahren immens gestiegen“, so Vorsitzender Klaus Müller.

Altenrüthen. Um einen Mann erweitert hat der Schützenverein Altenrüthen seinen engeren Vorstand. „Der Arbeitsaufwand ist in den letzten Jahren immens gestiegen“, bereitete Vorsitzender Klaus Müller die Mitglieder bei der Generalversammlung auf die zusätzliche Wahl vor. „Vor fünf Jahren reichte es aus, eine E-Mail zu verschicken, um die Genehmigung für das Vogelschießen zu bekommen; heute ist eine Fülle an Anträgen auszufüllen“, nannte er als Beispiel. „Für den Geschäftsführer ist das ohne Beeinträchtigung des Familienlebens nicht mehr zu leisten.“

Michael Müller ist der neue Mann auf dem „Entlastungsposten“, der Geschäftsführer Daniel Schirk insbesondere, aber auch dem übrigen Vorstand hilfreich zur Seite stehen soll. Über die genauere Aufgabenverteilung will man sich intern einigen. Einstimmig gewählt wurde Müller zunächst für zwei Jahre, nachdem zuvor aus der Versammlung Stimmen laut geworden waren, ob es nicht einer Satzungsänderung bedürfe, um einen neuen Posten zu installieren. Dem, so die Meinung des Vorstandes, ist aber nicht so. Zum geschäftsführenden Vorstand – der auch im Vereinsregister eingetragen ist – gehören ohnehin nur Vorsitzender und Geschäftsführer, außerdem lasse die Satzung Spielräume bei der Aufgabenverteilung wie auch der Zahl der übrigen Mitglieder des erweiterten Vorstandes. „Es handelt sich nur um ein Hinzufügen, keine Änderung der Satzung“, meinte Klaus Müller. Damit war das Thema vom Tisch, wie überhaupt alle Punkte in größter Einmütigkeit abgehandelt wurden.

In Hütte investiert

Bereits im vergangenen Jahr hatte der Schützenverein seinen Vertrag mit der Brauerei Veltins verlängert. Das daraus fließende Geld war „ein Beitrag zur Finanzierung des größten Bauprojektes, das wir seit langem hatten“, wie Daniel Schirk berichtete. Dabei handelte es sich um An- und Ausbau der Hütte an der Vogelstange, die dadurch „zu einem repräsentativen Objekt geworden“ sei. In Zahlen kleidete Kassierer Torsten Reiter das Projekt, in das demnach 16 000 Euro investiert wurden. Zufrieden zeigte er sich auch mit dem erstmals veranstalteten Oktoberfest, das seinen Beitrag zur Finanzierung des übrigen Vereinslebens leistete. Eine Wiederholung ist nicht ausgeschlossen. Allerdings haben in diesem Jahr neben dem Schützenfest der Schnadgang, das Kinderschützenfest und die Teilnahme am Bundesschützenfest in Bad Westernkotten Priorität.

In seinem Jahresbericht blickte Daniel Schirk auf die Besonderheiten 2015 zurück, darunter das doppelte Vogelschießen, das erforderlich geworden war, weil Ingo und Melanie Wittig aus privaten Gründen zurückgetreten waren.

Ralf und Claudia Schulte-Steffens waren das erste, kurzzeitige neue Königspaar, Mark und Mareen Wiegelmann sind seitdem im Amt. Herausragend war außerdem die Verabschiedung von Pastor Dieter Moors.

Kurz fasste sich Andre Kettler in seinem Bericht über die Schießgruppe, hatte sich diese doch 2015 nur drei Mal mit durchschnittlich sieben Teilnehmern getroffen. Im neuen Jahr solle das Schießen attraktiver werden, versprach Kettler, u.a. auch dadurch, dass man vom Freitagabend als Termin abweichen und beispielsweise ein Schieß-Frühstück anbieten will.