Räder rollen bald wieder über Trasse

Über Wochen gesperrt: Der Radweg zwischen Rüthen und Brilon an der B 516 war in den Sommerferien nicht zu nutzen.
Über Wochen gesperrt: Der Radweg zwischen Rüthen und Brilon an der B 516 war in den Sommerferien nicht zu nutzen.
Foto: WP

Rüthen..  „Der schöne Radweg auf der alten Bahntrasse von Rüthen nach Brilon ist nach wochenlanger Sperrung immer noch nicht fertig“, beklagt Ewald Wenge. Der Rüthener macht sich damit zum Sprachrohr vieler Radfahrer, Fußgänger und Inline-Skater, die sonst gerne die reizvolle Strecke nutzen und stellt gar die Frage nach einer Fehlplanung.

„Wer plant solche Baumaßnahmen, die etwa sechs Wochen dauern sollten, mitten in der Fahrradfahrerzeit?“, fragt sich Wenge, der in Heidberg und wohnt und damit die Strecke quasi direkt vor der Nase hat. Monate seien vergangen, aber an einigen der Brückenbauwerke habe sich außer dem Abbruch lange nichts getan. Radfahrer müssten auf die B 516 ausweichen, was für Familien mit Kindern angesichts der vielbefahrenen Straße unzumutbar sei. Wie berichtet haben die Kreise Soest und Hochsauerland gemeinsam mit der RLG für die Sommermonate die FahrradBus Linie R71 von Belecke über Rüthen nach Brilon eingerichtet – bisher mit mäßigem Erfolg, wie die jüngst vorgestellte RLG-Jahresbilanz ergab. Für Ewald Wege ist dies kein Wunder, wenn doch der Radweg kilometerlang gesperrt sei.

Die Nachfrage bei der Niederlassung Meschede von Straßen NRW, das die Baulast in Vertretung des Bundes trägt, bringt Klarheit in das Warum und Wieso und eröffnet eine zeitliche Perspektive. „Ich kann die Leute verstehen“, räumt der zuständige Mitarbeiter Meinolf Schulte ein. Von Fehlplanung allerdings könne keine Rede sein. „Nach dem Winter haben die Arbeiten zum Korrosionsschutz an den Brücken begonnen.“ Um diese über 100 Jahre alten Bauwerke aus Stahl geht es bei den laufenden Arbeiten. Nur hätten diese sich durch die Witterung verzögert und die Schäden seien größer gewesen, als zunächst sichtbar. So sei man unbeabsichtigt in die Ferien gerutscht. Die gute Nachricht: Gerade gestern wurden die Rostschutzarbeiten auch an der letzten der vier Brücken abgeschlossen. Gegen Betonplatten ausgetauscht wurden die Holzbohlen, die vor 30 Jahren verlegt wurden, als die alte Bahntrasse zum Radweg umgebaut wurde.

„In der kommenden Woche beginnen die Restarbeiten im Geländerbau und kleinere Höhenangleichungen“, so Meinolf Schulte, der verspricht, dass Anfang September die Räder wieder rollen können.

 
 

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