Psychische Probleme immer häufiger

Warstein.  Die psychischen Probleme in unserer Gesellschaft nehmen unablässig zu. Diese erschreckende Tatsache erfuhren die Mitglieder der SPD-Fraktion des Soester Kreistages bei einem Besuch der Einrichtungen des Landschaftsverbandes (LWL). „Viele junge und erwachsene Menschen sind heute nicht mehr in der Lage, ihr Leben eigenständig in den Griff zu bekommen“, stellte Neurologe Dr. Josef Leßmann heraus. Auch die Situation an vielen Arbeitsplätzen trage zur psychischen Belastung bei; außerdem sei die Sozialisation bei vielen Menschen mit Defiziten behaftet.

Der LWL stellt sich aber dieser Herausforderung und übernimmt gleichzeitig anderen Aufgaben, über die der kaufmännische Direktor Helmut Bauer mit den Führungskräften vor den SPD-Abgeordneten, darunter auch MdL Marlies Stotz, ausführlich informierte. Immerhin ist der Landschaftsverband, wie Hans-Joachim Kayser als Mitglied im „Westfalenparlament“ erläuterte, mit rund 2000 Beschäftigten im Kreis Soest einer der größten Arbeitgeber der Region. Kayser sprach von „soliden Arbeitsplätzen“ und hob die daraus resultierende Kaufkraft für den Kreis hervor.

Frühzeitig Vorsorgevollmacht erteilen

Nach Angaben von Direktor Bauer verfügt der LWL im Kreisgebiet über ein Regionalnetz mit Einrichtungen in Lippstadt, Soest, Warstein, Werl, Geseke und Ense. Hier geht es um die Betreuung teil- und vollstationärer psychisch Erkrankter, um die Versorgung und Sicherung psychisch erkrankter Straftäter, um Pflege und Betreuung der Bewohner, zunehmend im Hinblick auf den demografischen Wandel auch um geronto-psychiatrisch belastete Menschen. Hier werde deutlich, wie wichtig es heute sei, schon frühzeitig eine Vorsorgevollmacht zu erteilen, war sowohl die Meinung der Experten als auch der Gäste aus dem Kreistag. Selbstverständlich zählt zum großen Aufgabenkatalog des Landschaftsverbandes schließlich auch die aufsuchende Hilfe.

Die SPD-Abgeordneten stellten fest, dass der Landschaftsverband Westfalen-Lippe im Kreis Soest über ein äußerst differenziertes Leistungsangebot im Gesundheitswesen verfügt. Lobend anerkannt wurde die dezentrale Standortstruktur, die hier in der Region ein bewährtes Netzwerk von Spezialisten für die medizinische und soziale Infrastruktur ganz in der Nähe biete.

 
 

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