Petrus-Kindergarten feiert 20-jähriges Jubiläum

20 Jahre Petrus-Kindergarten in Warstein: Die Festwoche beginnt mit verschiedenen Workshops.
20 Jahre Petrus-Kindergarten in Warstein: Die Festwoche beginnt mit verschiedenen Workshops.
Foto: WP
Mit einer Aktionswoche feiern die Erzieherinnen im Kindergarten St. Petrus gemeinsam mit den Jungen und Mädchen das 20-jährige Bestehen der Einrichtung.

Warstein..  Ein einzelnes Kinderbett steht noch in der Ecke und zeigt dem Besucher: An normalen Tagen herrscht Ruhe in diesem Raum des Petrus-Kindergartens.

An diesem Morgen dringen aber besonders laute Töne aus dem Schlafraum. Konstantin, Simon, Lennardt, Lina und Dana sitzen im Kreis und hauen eifrig auf Bongos ein. Normal ist also nicht mehr viel in diesen Tagen. Die großen Ferien stehen vor der Tür und – was noch wichtiger ist – die Einrichtung am Schoren feiert 20-jähriges Jubiläum.

Der Trommel-Workshop ist dabei nur einer der Programmpunkte einer ganzen Festwoche, die mit dem Petrusfest am vergangenen Sonntag ( begonnen hat.

Während die Gruppe im Schlafraum eigene kleine Solo-Konzerte gibt, malen andere Kindergartenkinder Engel aus Holz an. „Das wird ein Lesezeichen“, ruft Tobias, für den nach den Sommerferien die Schule beginnt. In der Turnhalle ist eine bunte Spiellandschaft entstanden mit Schwebebalken, Rollrutsche und Zirkuszelt. Und im Eingangsbereich sammelt Erzieherin Susanne Krömer die Handabdrücke der Zwei- bis Sechsjährigen für eine große Leinwand.

Arbeit hat sich verändert

Krömer gehört wie Kindergartenleiterin Sandra Biermann zu den Mitarbeiterinnen, die schon bei der Eröffnung 1995 mit dabei waren. „Die damalige Arbeit lässt sich mit der heutigen aber nicht mehr vergleichen“, sagt Biermann. Dokumentation und Qualitätsmanagement sind wichtiger geworden. „Das bedeutet vor allem viel Schreibkram“, erklärt sie.

47 Kinder werden derzeit in zwei Gruppen betreut, darunter seit vier Jahren auch einige Zweijährige. Eine Herausforderung ist die Betreuung zweier Flüchtlingskinder, die zunächst einen Kulturschock überwinden mussten. „Mittlerweile läuft das aber ganz gut“, zeigt sich Sandra Biermann zufrieden.

Nicht verändert hat sich das christliche Leitbild der Einrichtung. „Die katholische Arbeit steht für uns an erster Stelle“, betont die Leiterin. So werden Wortgottesdienste veranstaltet, vor dem Essen beten Kinder und Erzieher gemeinsam und christliche Aktionen wie der Ostergarten werden besucht. „Außerdem wird unser christliches Leitbild natürlich auch in der Wertschätzung für die Kinder deutlich“, sagt Sandra Biermann

Mit dem konfessionellen Hintergrund hat der Petrus-Kindergarten ein Alleinstellungsmerkmal innerhalb Warsteins. „Es war damals schon schwierig, das Erzbistum zu neuen Trägerschaften zu bewegen“, blickt Kirchenvorstand Jürgen Kösters auf die Gründungszeit zurück. Nur weil alle anderen Einrichtungen in der Ortschaft von der Stadt betrieben werden, habe Paderborn zugestimmt.

Bauplatz neben der Kirche

„Mit der Politik vor Ort sind wir dabei schnell einig geworden“, sagt Kösters, „man hat den Bedarf gesehen, weil damals am Schoren viele Familien mit kleinen Kindern gelebt haben.“ Direkt neben der Kirche hatte man daraufhin einen passenden Bauplatz gefunden.

„Der Petrus-Kindergarten ist für uns heute ein wichtiger pastoraler Ort“, sagt Pastor Thomas Wulf, der das „religionspädagogische Konzept“ hervorhebt.

Mit der Kirche kommen die Jungen und Mädchen des Petrus-Kindergartens auch im Laufe der Jubiläumswoche noch einige Male in Kontakt. Morgen besichtigen die Älteren unter ihnen die Alte Kirche. Am Nachmittag findet dann ein Wortgottesdienst mit den Eltern statt, bevor gemeinsam gegrillt wird. Und am Freitag geht es in die Sommerferien – für den Petrus-Kindergarten zum 20. Mal.

EURE FAVORITEN