Pensionäre informieren sich über Klinik

Warstein..  Rund 230 ehemalige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben sich jetzt im Rahmen des jährlichen Pensionäretreffens der Klinik, des Pflegezentrums und des Wohnverbunds Warstein im Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) über die aktuellen Entwicklungen bei ihrem früheren Arbeitgeber informiert. Dr. Josef J. Leßmann begrüßte die Ruheständler im Namen der Betriebsleitungen.

Bewegung und Anpassung

„Auch in den vergangenen zwölf Monaten standen unsere Einrichtungen ganz im Zeichen von Bewegung und Anpassung“, betonte der Ärztliche Direktor der LWL-Kliniken Warstein und Lippstadt vor den voll besetzten Rängen im Festsaal. So bieten die Kliniken seit September dieses Jahres mit der „Familialen Pflege“ Angehörigen von pflegebedürftigen Patienten vielfältige Unterstützungsmöglichkeiten. Das Modelprojekt wird in Kooperation mit der Universität Bielefeld und der AOK Nordwest realisiert und soll insbesondere den oftmals schwierigen Übergang vom Klinikaufenthalt in die häusliche Umgebung erleichtern.

Positive Nachrichten übermittelte Dr. Leßmann auch bezüglich der im Juli 2012 neu gegründeten Abteilung für Depressionsbehandlung. Hier seien die Renovierungsarbeiten im Gebäude 11 mittlerweile abgeschlossen, so dass die beiden Depressionsstationen jetzt erfolgreich zusammengeführt werden konnten. Gleichzeitig habe man auch die Abteilung Gerontopsychiatrie unter einem Dach vereinen können. Eine zeitnahe Lösung versprach der Ärztliche Direktor bezüglich der aktuellen Räumlichkeiten der Borderline-Station AW05. „Wir wissen, dass das Gebäude dringend renovierungsbedürftig ist und suchen bereits nach einer modernen Alternative, die Patienten wie Mitarbeitern zugute kommen wird“, so Dr. Leßmann.

Eine weitere optimistische Entwicklung verzeichnete er beim Warsteiner LWL-Institut für Rehabilitation. Dort laufen zurzeit Verhandlungen mit der Deutschen Rentenversicherung Bund in Berlin bezüglich einer Aufstockung der Plätze im Bereich der medizinisch-beruflichen Rehabilitation: „Sind diese erfolgreich, können wir künftig statt der bisherigen zwölf bis zu 40 Plätze vorhalten.“

Neubau 2015 eröffnen

Gut voran geht es auch mit dem Neubau des LWL-Rehabilitationszentrums Südwestfalen. „Wir sind im Zeitplan und sollten also die Eröffnung im August 2015 einhalten können“, freute sich Dr. Leßmann. Im Rahmen des 11,2-Millionen-Euro-Projekts entsteht seit vergangenem Jahr ein hochmoderner Gebäudekomplex, der nach Fertigstellung vier Stationen mit 84 Therapieplätzen beherbergen wird.

Trotz all der positiven Entwicklungen: Die Warsteiner LWL-Einrichtungen stehen insgesamt vor großen finanziellen Herausforderungen, so der Ärztliche Direktor. So kämen durch den gesetzlich vorgegebenen Umstieg auf das neue Pauschalierende Entgeltsystem Psychiatrie-Psychosomatik (PEPP) deutliche Erlösrückgänge auf die Kliniken zu und auch im Bereich des Pflegezentrums und des Wohnverbunds sehe man sich wirtschaftlichen Zwängen gegenüber. Die Devise laute daher klar „Sparen“ – dies solle jedoch nach Möglichkeit nicht auf Kosten der Mitarbeiter, Patienten und Bewohner geschehen. „Wir werden uns natürlich erst einmal den Sachkostenbereich vornehmen“, unterstrich Dr. Josef Leßmann, betonte aber auch: „Wir müssen am Ball bleiben und tun dies auch, um auf dem Gesundheitsmarkt konkurrenzfähig zu bleiben.“

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