Nur neue Lüftung reicht CDU nicht

Das Allwetterbad soll neue Lüftungen bekommen.
Das Allwetterbad soll neue Lüftungen bekommen.
Foto: www.blossey.eu
Neue Lüftungstechnik soll das Allwetterbad bekommen. Doch das sei Technik, die keinen Besucher lockt, kritisiert die CDU. Und hat Forderungen.

Warstein..  Für die CDU war es eine vergleichsweise schwere Geburt. Natürlich sah man ein, dass die Sanierung der Lüftungsanlagen und der Heizungsanlage im Allwetterbad sinnvoll ist – aus verschiedensten Gründen. Auf der anderen Seite sieht diese Verbesserungen kein Besucher. Sprich: Das Bad wird durch die Investitionen nicht attraktiver.

Der Betriebsausschuss startete seine Sitzung diesmal im Keller des Allwetterbades, wo Christoph Koch vom Ingenieurbüro Combiplan (Meschede) erläuterte, welche Technik im Bad derzeit im Einsatz ist.

Die Lüftungsanlagen sind zumeist älter als 20 Jahre – das ist aus technischer Sicht das Alter, wenn die Geräte ausgetauscht werden sollten. Und zwar nicht nur, weil sie dann abgeschrieben sind und moderne Geräte wesentlich effizienter arbeiten: Die Gefahr, dass die Technik kaputt geht, steigt. Und ohne Lüftung lässt sich das Bad nicht betreiben, da sich die Feuchtigkeit schnell überall niederschlagen und für erhebliche Schäden sorgen würde.

Auch die Heizung kommt in die Jahre. Eine Effizienzsteigerung durch „kaskadieren“ (je nach Bedarf werden einzelne Elemente hochgefahren) kommt nicht weiter als bisher in Betracht – es fehlt schlicht der Platz. An so etwas habe man früher nicht gedacht, als die Energie fast nichts kostete, so Koch. Auch eine Rückgewinnung der Wärme im Lüftungsbereich war früher kein Thema.

Bislang einwandfrei

Die bisherige Technik läuft, auch aufgrund der guten Wartung, bislang einwandfrei. Doch wenn sie ausfällt? Dann droht eine Lieferfrist von mehr als drei Monaten. Sie seien „betriebsnotwendige Anlagen“, da solle man frühzeitig reagieren. Drei Anlagen gibt es im Allwetterbad: Für das Sportbecken, das Erlebnisbecken und für die Umkleide. Mit dem Sportbecken soll die Erneuerung begonnen werden – dort sei auch die größte Einsparung zu erwarten; Umkleiden und Erlebnisbecken sollen in jährlichem Abstand folgen. Über 650 000 Euro sollen einschließlich Planung investiert werden.

Umsetzung ab 2016

Und mit der sollte noch in diesem Jahr begonnen werden, damit mit der Umsetzung (möglichst in den zwei herbstlichen Schließwochen) 2016 begonnen werden kann.

Während die übrigen Fraktionen hinter dem Konzept standen, das zu 70 000 Euro Einsparung im Jahr führen soll, sah die CDU ein großes Problem: Das ist nur Substanzerhalt. Dirk Störmann: „Die Lüftungsanlage interessiert den Schwimmer nicht, damit ziehen wir niemanden an“. Stattdessen sollten Ideen her, die das Bad attraktiver machen, etwa ein Beachfeld.

Auch Bernd Belecke (WAL) wünschte sich da etwas, hätte die Vorlage aber mitgetragen. Das tat – nach einer Unterbrechung – dann auch die CDU. Nachdem sie in den Beschluss aufgenommen hatte, dass die Verwaltung in der nächsten Sitzung einen Plan vorlegen soll, wie das Bad attraktiver werden kann. Dieses „Brainstorming für alle“ sei ausdrücklich offen.

Man solle „die Einsparmöglichkeiten nicht verschenken“, forderte auch der künftige Kämmerer Stefan Redder. Gekoppelt mit der „Verbindlichkeit für eine Attraktivitätssteigerung“ (Ausschussvorsitzender Hans-Martin Weber, CDU) konnten das letztlich alle mittragen.

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