Nicht jeder Cache ein Erfolg

Hirschberg..  Loggen, Cachen, unbeobachtet Schätze finden – das hört sich doch spannend an. Ein Neuzeit-Abenteuer, das wie eine moderne Schnitzeljagd funktioniert. Statt einer alten Landkarte, reicht heute das Smartphone mit GPS-Empfang, und schon kann es losgehen: „Sei dabei – Geocaching ist ein jederzeit und überall in der echten Welt stattfindendes Abenteuer“ – so lockt einen die Homepage geocaching.com.

Perfektes Frühlingswetter und Sonnenschein, um spazieren zu gehen? Check. Doch um erst einmal überhaupt verheißungsvolle Koordinaten und Tipps in der Umgebung angezeigt zu bekommen, benötigt man die passende App. Und wie das immer so ist: die Suche danach liefert zahlreiche Treffer, über kostenlose bis kostenpflichtige Angebote. Die App der offiziellen Webseite derc:geo, die uns im Vorfeld empfohlen wurde, sucht der iPhone-Nutzer allerdings vergeblich, sie gibt es nur für das Betriebssystem Android. Klick auf „Download“, eine kurze Registrierung ist noch nötig, und schon kann es losgehen. Digitale Landkarte? Check.

Anfang der Suche

Wir starten unsere Tour in der Nähe vom Bilsteintal. Viel Wald, Feld, beliebte Wege, um wandern zu gehen – das bietet doch bestimmt gute Verstecke. Gar nicht weit von uns entfernt wird direkt der erste Cache angezeigt: unter dem Stichwort Grube David. Und schon stehen wir motiviert vor der alten Verladerampe, bereit uns auf die Suche zu machen. Nun brauchen wir nur noch einen Tipp, sonst suchen wir ja die Nadel im Heuhaufen. Die Tipps, von Geocachern auch Hints genannt, bleiben aber leider aus, da dieser Cache nur für Premium-User der App bestimmt ist, die sich bereit erklären für den Spaß ein paar Euro auszugeben. Etwas enttäuschend, vor allem weil alle Caches, die in der App als Large (groß) beschrieben werden, somit nicht mehr für uns auffindbar sind.

Aber das ist natürlich kein Grund die Suche zu beenden. Schließlich gibt es noch genug kleinere Caches zu entdecken. Auf der Live-Karte, die die App zur Verfügung stellt, sieht man, wo man sich aktuell befindet und wo die nächsten Caches versteckt sind. „It’s tea time“ wäre der Cache, der von unserer Position aus als nächster angezeigt wird. Nach knapp einem Kilometer Marsch über Feldwege befinden wir uns laut c:geo ziemlich genau vor dem Cache. An dieser Stelle ein Lob für die Genauigkeit der App, denn schon stehen wir genau davor.

Die Beschreibung lässt uns wissen, dass der Cache sich nicht auf dem Feld befindet. Wir stehen vor einem Gebüsch in dem ein Vogelhäuschen hängt, aber der Gedanke hineinzuschauen wird erstmal ignoriert – wäre doch viel zu einfach. Nach vergeblichem Umdrehen sämtlicher Steine, öffnen wir es letztendlich doch und finden einen schön eingerichteten Innenraum mit Tisch und Teekanne samt Logbuch. In dem Moment wird auch klar, wieso dieser Cache „It’s tea time“ genannt wird. Schnell noch ins Logbuch eintragen und weiter geht’s, schließlich wollen wir mehr als nur einen Cache finden.

Suche in Hirschberg

Weiter geht die Suche in Hirschberg. Dort angekommen werfen wir erst wieder einen Blick auf c:geo. Es wird ein Cache in der Nähe mit dem Namen „Zweiundzwanzig“ angezeigt, sogar mit Hinweisbild. Leider verschwindet dieser Cache nach kurzer Zeit wieder von der Live-Karte. Aber kein Problem, in der Nähe gibt es ja noch den Cache „Erholungsgebiet-Lärchen“, ebenfalls mit einem Bild.

Nachdem wir einige hundert Meter über Straßen und einen Waldweg gelaufen sind, stehen wir genau vor dem im Bild gezeigten Baum, doch zu finden ist nichts. Ziemlich enttäuschend, vor allem wenn man sich die Kommentare der glücklichen Finder des Caches durchliest. Nach erfolgloser Suche machen wir uns wieder auf den Weg Richtung Warstein, um dort abschließend unser Glück zu versuchen, jedoch erneut vergeblich.

Was bleibt zu sagen? Geocaching ist ein interessanter Zeitvertreib und eine schöne Abwechslung zum normalen Spazierengehen. Allerdings muss man geduldig bleiben und auch mit Misserfolgen leben können.

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