Neue Experten in Sachen Hygiene beim LWL

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Lippstadt/Warstein..  Um die Qualität der Hygiene und somit den Schutz der Patienten auch zukünftig sicherzustellen, gehen die Klinken Lippstadt und Warstein des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) sowie das LWL-Zentrum für Forensische Psychiatrie Lippstadt jetzt über die gesetzlich vorgeschriebenen Bestimmungen hinaus.

Seit dem 30. März 2012 schreibt der Gesetzgeber vor, dass zur Verbesserung des Hygienestandards in Gesundheitseinrichtungen in jeder Station eine konkrete Ansprechperson als Hygienebeauftragter in der Pflege zu benennen ist. „Ob diese Person über ein entsprechendes Wissen verfügt, wird dabei nicht berücksichtigt und auch nicht nachträglich gefordert“, erklärt Walter Risse.

Ein Manko, mit dem sich der 50-jährige Klinikangestellte jetzt im Rahmen seiner Weiterbildung zur Fachkraft für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention detailliert auseinandergesetzt hat. Wichtigstes Ergebnis seiner Projektarbeit: „Ohne eine entsprechende inhaltliche Schulung bleibt die Funktion eines Hygienebeauftragten fragwürdig, auf jeden Fall aber unvollständig.“

Daher werden ab sofort die insgesamt 40 Ansprechpartner in den Stationen der heimischen LWL-Kliniken und des LWL-Zentrums für Forensische Psychiatrie Lippstadt rund um das Thema Hygiene weitergebildet. 40 Stunden, verteilt auf eineinhalb Jahre, haben Walter Risse und seine Kollegin, die Hygienefachkraft Elisabeth Brandschwede, dafür eingeplant. Auf dem Lehrplan stehen unter anderem Hygienemanagement und Aufgaben des Hygienefachpersonals, das Vermeiden von nosokomialen Infektionen sowie Hygienemaßnahmen in psychiatrischen Therapieeinheiten.

Die inhaltliche Schulung der aktuellen Hygienebeauftragten in der Pflege soll keine Eintagsfliege bleiben. „Unser Ziel ist es vielmehr, dieses Lehrangebot fest in unseren Einrichtungen zu implementieren und neu ausgewiesene Ansprechpartner zeitnah mit dem nötigen Wissen vertraut zu machen“, sagt Walter Risse.

 
 

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