Narretei kennt keine Altersgrenzen

Seniorenkarneval Drewer.
Seniorenkarneval Drewer.
Foto: Rilana Teipel
Vor dem heutigen geplanten Rosenmontagszug gaben die Jecken im Stadtgebiet noch einmal alles.

Rüthen..  Vor dem heutigen geplanten Rosenmontagszug gaben die Jecken im Stadtgebiet noch einmal alles. Die WP war natürlich dabei.

Jecken Live 1.0

Die Jungschützen rockten in der Samstagnacht zusammen mit der Rüthener Karnevalsgesellschaft die närrische Hochburg. „Ganz Rüthen feiert Karneval, vom Hexenturm bis zum Bibertal“, lautet das Sessionsmotto, doch das Epizentrum lag in dieser Nacht eindeutig in der Stadthalle. Mit einem neuen Format unter dem Namen „Jecken Live 1.0“ möchte der JSV zusammen mit der KG der traditionellen Party ein neues Gesicht geben. Statt Bühnenshow trumpfte erstmalig „LackySeven“ als Live- Act auf. Ihr Gig, Partyhits der 70er bis 90er Jahre, kam sofort gut an. Die weit über die Grenzen Rüthens bekannte Cover-Band schaffte es, die bunt kostümierten Karnevalisten ordentlich in Stimmung zu bringen.

Seniorenkarneval Drewer

Man müsste noch mal 20 sein? Nicht beim Dreweraner Karneval, denn dort herrschte auch bei der älteren Generation eine prächtige Stimmung. Den Senioren wurde ein bunter Nachmittag mit einem abwechslungsreichen und sportlichen Programm geboten. Bunte Hüte in allen Farben und Formen, blinkende Ketten und Anstecker wo man nur hinschaute.

In der bunten Runde durften natürlich auch der hoheitliche Besuch nicht fehlen: Prinz Maik besuchte zusammen mit seiner Prinzessin Marina aus dem Hause Zuppa die bunte Feier. Und auch das Kinder-Dreigestirn bestehend aus Jungfrau Fritz Köhne-Volland, Prinz Linus Fredebeul und Bauer Moritz Budde war zusammen mit dem Elferrat mit von der Partie. Die kleinsten Gäste, die „Magic Girls“, starteten das Programm. In schillernden Glitzerkostümen stellten sie ihr tänzerisches Können unter Beweis. Für wahre Begeisterungsstürme sorgte anschließend die Damen-Tanzgarde. Und auch die Prinzengarde war in diesem Jahr ein besonderer Hingucker: Anlässlich des 11-jährigen Jubiläums schlossen sich beide Garden zusammen und sorgten mit ihren 18 Tänzern für echte Begeisterung. Große Augen machten die närrischen Jecken ebenfalls, als die „Lions“-Tanzgruppe ihre Premiere feierte. In wilden Cowgirl-Kostümen sorgten sie für einen gelungenen Ausklang des kurzweiligen Programmes.

kfd Kneblinghausen

Ausgelassen Karneval feierten auch die Kneblinghauser Frauen. Unter dem Motto „Jede Hausfrauenfee ist in der kfd“ wurde ein buntes Programm mit Büttenreden, Sketchen und einer Playback-Show, bei der Hits von Helene Fischer im Mittelpunkt standen. „So unnütz wie Unkraut“ sei der Mann, erklärte Annemie Nitsch in ihrer Büttenrede. „Er stolziert durch die Gegend wie ein Hahn auf dem Mist, und merkt dabei gar nicht wie dusselig er ist.“ Auch Margot Witthaut stieg in die Bütt, erzählte von den Sorgen einer jungen Mutter.

Natürlich wurden auch mehrere Sketche geboten. Da lief die Zubereitung eines Hähnchens in etwas anderen Bahnen und auch die Pizzabestellung im Jahr 2050 barg einige Tücken. Wie gut, dass bei der Tupper-Party alles beim Alten bleibt – auch wenn das Portfolio um eine bruch- und Stoßfeste Urne und die neue Linie für Kirche und Gottesdienst, die „graue Eminenz“ erweitert wurde.

Neben dem Socken-Tanz des Nachwuchses wurde außerdem ein Quiz geboten. Schließlich musste ja kontrolliert werden, ob es wirklich Küchenfeen in der kfd gibt.

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