Mit fast 92 Jahren Chance auf den Kaisertitel

Armin Obalski

Altenrüthen.  Auf „Karl III. von Altenrüthen“ legen die Teilnehmer des Kaiserschießens an, das heute aus Anlass des 525-jährigen Bestehens des Schützenvereins Altenrüthen stattfindet. Karl ist entlehnt von Karl dem Großen, der der Legende nach die Kirchen in Altenrüthen gegründet haben soll. Der Dritte wird der Vogel deshalb genannt, weil es sich um das dritte Kaiserschießen handelt. Das erste fand vor 25 Jahren anlässlich des 500-jährigen Vereinsjubiläums statt. Kaiser wurde damals Heinz-Werner Fernim. Beim zweiten Kaiserschießen vor acht Jahren anlässlich der Weihe der neuen Schützenfahne wurde Dieter Röttler Kaiser.

Gebaut haben den Vogel Hartwig und Stefan Thiele aus Kallenhardt. Und sie haben eine Prognose abgegeben, wie viele Schüsse ihr Werk aushalten könnte: Auf vier Durchgänge haben sie sich festgelegt, was bei 43 schießberechtigten Königen also maximal 172 Schuss bedeuten würde. Allerdings können nicht alle Ex-Majestäten am Kaiserschießen teilnehmen, außerdem lassen sich erfahrungsgemäß einige im Verlauf des Wettbewerbs von der Schießliste streichen.

Grund zum Feiern

Ältester teilnehmender König an Lebensjahren und was seine Amtszeit angeht ist Josef Ratte. 1952 schoss der heute fast 92-Jährige den Vogel ab. Ob er Kaiser wird, wird sich zeigen. Einen besonderen Grund zum Feiern hat er jedoch schon am kommenden Montag: Dann feiert er mit seiner Frau Maria die Diamantene Hochzeit.

Besonders gute Chancen hat laut Klaus Müller, Geschäftsführer des Schützenvereins Altenrüthen, Erich Fechner. Er gibt nicht nur den Eröffnungsschuss ab, sondern bleibt anschließend sowohl als amtierender König, als auch als König von 1997 weiter im Rennen.

Das Kaiserschießen, das den Auftakt zum eigentlichen Jubiläumsfest am 10. und 11. August darstellt, beginnt um 14 Uhr mit dem Antreten an der Braustube. Nachdem um 14.30 Uhr ein Foto aller Könige an der Vogelstange gefertigt worden ist, beginnt um 15 Uhr das Schießen. Die Kaiserproklamation ist für 17 Uhr vorgesehen, anschließend wird beim Sommerbiwak weitergefeiert. Die gesamte Bevölkerung ist willkommen.