Mehr Tempo für Warsteins Datenleitungen

Uwe Gerber, Key Account Manager der Deutschen Telekom, Fachbereichsleiterin Sabine Leitner und Bürgermeister Thomas Schöne (von links) unterzeichnen die Absichtserklärung, über den Breitbandausbau in Warstein, Belecke, Suttrop und Hirschberg.
Uwe Gerber, Key Account Manager der Deutschen Telekom, Fachbereichsleiterin Sabine Leitner und Bürgermeister Thomas Schöne (von links) unterzeichnen die Absichtserklärung, über den Breitbandausbau in Warstein, Belecke, Suttrop und Hirschberg.
Foto: WP
Der Breitbandausbau in Warstein schreitet voran: Die Telekom verlegt bis Anfang kommenden Jahres neue Glasfaserleitungen in vier Ortsteilen.

Warstein.  Nachdem vor einigen Wochen das schnellere Netz in Mülheim, Sichtigvor und Waldhausen in Betrieb genommen wurde, steht jetzt die Aufrüstung in Warstein, Belecke, Suttrop und Hirschberg an. Ab Februar 2017 können die Bürger dieser Ortsteile schneller im Internet surfen. Am Donnerstag haben die Stadt Warstein und die Telekom eine Absichtserklärung über den Ausbau unterzeichnet, der rund 7900 Haushalte und 650 Gewerbetreibende erreichen soll.

Die Geschwindigkeit der Datenübertragung werde bis zu 100 Megabit pro Sekunde im Download und 40 Megabit im Upload erreichen, wie Uwe Gerber, kommunaler Ansprechpartner der Deutschen Telekom im Kreis Soest, am Donnerstag ankündigte. „Dafür werden wir die Kupferkabel durch moderne Glasfaserleitungen ersetzen.“

Von der zentralen Verteilerstation in Warstein aus werden 77 der 115 Kabelverzweiger im Bereich der Vorwahl 02902 an die neue Technik angeschlossen. Sechs weitere Kabelverzweiger liegen so nah am Hauptverteiler, dass die Datengeschwindigkeit dort bereits heute bei rund 50Mbit liegt. „Auch dort verlegen wir vorsorglich Glasfaser, dürfen es vom Regulierer aber noch nicht freischalten“, erklärt Uwe Gerber.

Signal wird nicht mehr gedämpft

Von den grauen Kästen am Straßenrand führen dann weiterhin Kupferkabel in die einzelnen Haushalte. „Damit verkürzen wir die Entfernung zum Kunden deutlich“, freut sich Gerber. Denn während das Signal bei Kupferkabeln über längere Distanzen an Stärke verliert, gibt es bei Glasfaser keinen Dämpfungseffekt.

Um die Erdkabel zu verlegen, will die Telekom möglichst bestehende Leerrohre verwenden. „Das wird aber nicht immer möglich sein“, weist Uwe Gerber bereits auf mögliche Baustellen hin. „Wir werden vereinzelt auch Straßen aufmachen müssen.“ Die Kosten für den Ausbau trägt die Telekom selbst.

Entscheidender Standortfaktor

„Das sind gute Nachrichten für einen Großteil unserer Stadt“, freute sich Bürgermeister Thomas Schöne. Schnelles Internet sei zu einem entscheidenden Standortfaktor geworden. „Deshalb ist es gut, dass auch dieser ländlich geprägte Raum, der zugleich ein starker Wirtschaftsraum ist, an dem Ausbau partizipieren kann.“

Um die schnelleren Leitungen auch nutzen zu können, müssen Internet-Nutzer allerdings selbst aktiv werden – und einen neuen Vertrag abschließen. „Die Telekom wird nach dem Ausbau über die neuen Optionen informieren“, kündigt Uwe Gerber an. Die Preise für die Kunden würden nicht steigen.

Doch Gerber betont auch, dass der Ausbau der Infrastruktur „diskriminierungsfrei“ erfolge. Damit wird das schnellere Internet auch über andere Anbieter erhältlich sein.

 
 

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