Maik Zuppa in Drewer inthronisiert

Drewer..  Ne echte Wöske ist Prinz in Drewer: Mit Glanz und Gloria inthronisierte die Dreweraner Karnevalsgesellschaft Prinz Maik I. zum Gebieter über die Ureinwohner Drewers. Er ist in dieser Session Herrscher über die Urwälder des Dreweraner Tales, die unendlichen Steppen der Haar und die sprudelnden Quellen des Borns.

An seiner Seite steht eine echte Dreweranerin, seine Ehefrau Prinzessin Marina I. aus dem Hause Zuppa. Das Prinzenpaar wohnt mit Tochter in Warstein. Sie übt und tritt bis heute mit der jüngsten Gruppierung beim Karneval in Drewer auf. Außerdem war sie ein aktives Mitglied der „Crazy Company“. Prinz Maik ist aktiv im Warsteiner Karneval unterwegs. Zusammen mit den „Desperados“ ist er jährlich mit einem Wagen selbstgebauten Wagen im Rosenmontagsumzug zu sehen.

Erste Sitzung im Kreisgebiet

Damit sorgte die Dreweraner KG in der ersten Karnevalssitzung im Stadt- und Kreisgebiet für eine gelungene Überraschung. Diese beiden hatte wohl niemand auf den Zettel, meinte auch Drewers Sitzungspräsident, der pünktlich die Sitzung unter dem Motto „Affe, Zebra, Tiger – Dreweraner Dschungelfieber“ in der ausverkauften Halle eröffnete. Flüssiges gegen das Fieber, gepaart mit wohltuenden Grußworten, schenkten die Gastvereine, darunter JuKa Belecke zusammen mit der Großen Belecker Karnevalsgesellschaft, eine Abordnung der Großen Warsteiner Karnevalsgesellschaft, die des MCC Mellrich und die Gesandten aus dem Möhnetal, die der KG MüSiWa.

Die Dschungelbewohner, darunter auch Ortsvorsteher Bernd Cordes, der den Rathausschlüssel nur zögerlich an einen Warsteiner abgab, erlebten ein Programm, das keine Wünsche übrig lies. Den Auftakt vollzogen die heimischen Mädels der Tanzgarde mit einen zackigen Gardetanz, bevor Hildegard Brömmelstrote die Fieberkurve ordentlich ansteigen ließ. Im Bayern-Look, mit hellblauer Rose an der gestrickten Trachtenweste, Stützstrümpfen an den Beinen, Dutt auf dem Kopf, mit einer Hornbrille auf der Nase und mehreren traumatischen Handtaschen am Arm kam sie auf die Bühne, um sich so einige bekannte Dreweraner Herren aus dem Publikum vorzunehmen. Besonders interessierte sie sich für Schützenoberst Dietmar Rinschede. Beamter und dann noch Junggeselle, das gefiel ihr. Sie kenne sich mit den Genen der Männer aus, meinte sie. Die hätten andere als die Frauen. Nur das „Fremdgen“ der Männer fand sie blöd. Das Schützenwesen interpretierte sie mit „Schießen lernen und Freunde treffen“. Die weit über die Grenzen des Landes – auch durch Funk und Fernsehen – bekannte Künstlerin brach mit einem riesen Beifall und dem Ruf nach Zugaben wohlverdient das Eis.

Einen Augen- und Ohrenschmaus lieferten mit einem Gardetanz nicht nur die 27 blau-weißen Tänzerinnen der Damengarde Effeln. Besonders die Juniorengarde der Belecker KG bezauberte mit ihrem eindrucksvollen Hexentanz das Dreweraner Dschungelpublikum mit imposant getanzten und dann gefeierten Bildern.

Garanten im Dreweraner Karneval sind traditionell die beiden Prinzengarden. Zum einen das Eigengewächs der DKG, die nach ihrem großen Vorbild der „Schönen Jungs“ Effeln tanzen und zum anderen die Prinzengarde Effeln selbst, die mit ihrer „Hochstapelei“ auch in dieser Sitzung für Spannung und Aufmerksamkeit sorgte.

Elfjährige zeigt, was sie kann

Erstmalig zeigte Loana Ritter ihren Trainingserfolg. Die Elfjährige steht seit der Session 2013/2014 als Solomariechen des JuKa ‘56 Belecke alleine auf der Bühne.

Ihr folgten die erfahrenen Musiker der Warsteiner „Motzkis“ im Programm, die das Dschungelfier ordentlich ansteigen ließen. Die Dreweraner „Jazz Control“ sorgte mit heißen Rhythmen und Kostümen für gewünschtes Dschungelfieber, bevor der Elferrat zum Ende des eindrucksvollen Programms am Ende die „Dschungelbude“ so richtig zum Kochen brachte.

EURE FAVORITEN