Magnus Eggers ist neuer LWL-Pflegedirektor

Warstein.  Zwei Jahrzehnte lang stand Rüdiger Keuwel an der Spitze des Pflegedienstes der Klinik Lippstadt im Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) – und seit der Zusammenführung der Betriebsleitungen im Jahr 2001 auch der LWL-Klinik Warstein.

Mit Ablauf des Monats Februar 2013 ist er nun in den Ruhestand gegangen. Sein Nachfolger ist Magnus Eggers. Er kommt aus der Pflegedienstleitung der Uniklinik Köln und übernimmt zum 1. April die Funktion des Pflegedirektors an den LWL-Kliniken Lippstadt und Warstein.

Positive Entwicklung

Rüdiger Keuwel hat den Zusammenführungsprozess der LWL-Kliniken Lippstadt und Warstein erfolgreich mit gestaltet. Auch die vielfältigen Umstrukturierungs- und Modernisierungsprozesse im Pflegebetrieb der vergangenen Jahre tragen seine Handschrift. „Im Laufe der vielen Jahre gab es eine Menge Höhen, aber auch manche Tiefen. Resümierend glaube ich aber sagen zu können, dass beide Kliniken eine positive Entwicklung durchgemacht haben“, bilanziert der scheidende Pflegedirektor.

Kommunikation

Für seinen Nachfolger ist der LWL kein Unbekannter, hat Magnus Eggers doch seine Ausbildung zum Fachpfleger für Psychiatrie an der LWL-Klinik Marl-Sinsen absolviert. Nach Abschluss einer zusätzlichen Ausbildung zum Betriebswirt für Sozial- und Gesundheitswesen war er seit 1996 am Uniklinikum Köln in verschiedenen Funktionen tätig. Im Jahr 2007 wechselte er in die Pflegedirektion, wo er als Pflegedienstleiter für die Bereiche Gynäkologie, Kinder- und Jugendmedizin, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychiatrie sowie Psychosomatik zuständig war.

Nun ist der gebürtige Coesfelder nach Westfalen zurückgekehrt. Mit seiner Ehefrau und den drei Söhnen lebte er zuletzt auch nicht in der Großstadt Köln, sondern nah am Nationalpark Eifel. „Das Ländliche ist mir also nicht unbekannt, zumal wir als Familie unsere Freizeit sehr gern und oft in der Natur verbringen. Das Sauerland macht uns keine Angst, sondern wir freuen uns auf das Neue“, verrät der 40-jährige Familienvater.

Eine gute, konstruktive und interdisziplinäre Kommunikation sowie die Bereitschaft, voneinander zu lernen – diese Faktoren sind für Magnus Eggers von Bedeutung, um die neuen Aufgaben zu meistern. Als besondere Herausforderung sieht er die Einführung des neuen Entgeltsystems und weitere gesetzliche Vorgaben, aber auch die demografische Entwicklung, die sowohl Patienten als auch Beschäftigte betreffe. „Zukünftig gute Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für das Unternehmen zu gewinnen und erfahrene Kräfte zu binden, sehe ich als Schlüssel zum Erfolg“, so Eggers.

Akzeptanz stärken

Wichtig ist ihm, den Einfluss und die Akzeptanz bereits vorhandener Pflegekompetenzen im Versorgungsprozess zu stärken. „Die Versorgungsangebote müssen an den Bedürfnissen der Patientinnen und Patienten ausgerichtet werden“, betont der neue Pflegedirektor und nennt die neue Abteilung für Depressionsbehandlung als gutes Beispiel. Für die erste Zeit an den LWL-Kliniken hat sich Eggers aber vor allem ein Ziel gesetzt: „Als neuer Mitarbeiter möchte ich mir gewissenhaft einen Überblick über die Prozesse und Handlungsfelder machen, um Entscheidungen gut überlegt im Sinne der Einrichtungen auf den Weg bringen zu können.“