Life-Projekt und Möhneaue auf der Zielgeraden

Kreis Soest..  Gewässerläufe winden sich durch die Landschaft und die Lebewesen an sowie in der Möhne bekommen einen neuen Wohlfühlraum: Im Jahr 2010 ging das Umweltschutzprojekt Life+ Möhneaue an den Start, mit dem Ziel, typische Lebensräume und Artengemeinschaften an der Möhne zu fördern. In den fünf Jahren hat sich eine Menge getan, aber es stehen noch einige Maßnahmen auf dem Plan, weiß Stephanie Terren, Projektkoordinatorin des Kreises Soest.

Weitere Flächen erworben

„Ursprünglich war das Projekt auf fünf Jahre ausgelegt, doch die Europäische Union hat sich entschlossen, es um ein Jahr zu verlängern. Grund hierfür ist, dass sich Anfang 2014 die Möglichkeit ergab, weitere Flächen für Renaturierungsmaßnahmen an der Möhne zu erwerben. Und da vom genehmigten Budget von etwa 2,9 Millionen Euro im September 2013 noch fast 60 Prozent übrig waren, wurde angestrebt die Lauflänge der Möhne um weitere Meter zu verlängern. Brüssel stimmte dem Vorhaben zu und erweiterte daraufhin die Projektzeit“, erklärt die Koordinatorin.

Bisher konnten 1700 Meter zusätzliche Lauflänge für die Möhne gewonnen werden, 662 Meter davon allein im Jahr 2014. „Zwei der größten Baumaßnahmen, die wir 2014 in Angriff genommen haben, waren die an der Mülheimer Schlacht und die Umgestaltung der Möhne im Oberlauf, wie an den ehemaligen Teichanlagen und am Erlenwald an der Kreisgrenze“, erklärt Philipp Büngeler, zuständiger Diplom-Ingenieur des Sachgebiets Wasserwirtschaft des Kreises Soest. All diese Projekte seien wie geplant verlaufen. „Positiv ist auch, dass wir mit der Renaturierung nicht nur etwas für die Artenvielfalt getan haben, sondern auch den Hochwasserschutz in diesen Bereichen verbessern konnten. Wir haben sprichwörtlich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen.“

Maßnahmenplan noch lang

Seit Anfang 2015 befindet sich Möhne Life+ auf der Zielgeraden: „Das finale Projektjahr ist angebrochen und der Maßnahmenplan ist noch lang. Das letzte Jahr ist ja bekanntlich immer das schwierigste Jahr, weil am meisten ansteht. Die Vorbereitungen mit den Landkäufen und den Planungen haben viel Zeit in Anspruch genommen, jetzt sind die Umsetzungen dran“, so Stephanie Terren.

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