Krankenhaus schließt Bündnis für Investitionen

Mit Bausteinen zeigen die Verantwortlichen des Krankenhauses Maria Hilf symbolisch, welche Investitionen sie für das Warsteiner Haus vorsehen: Von links Gunnar Stammen (Geschäftsführer), Klaus Wohlmeiner (Pflegedienstleitung),  Alfred Schmiedel (Betriebsrat), Dr. Rolf Cramer (Chefarzt) und für die Technische Abteilung Thorsten Menke
Mit Bausteinen zeigen die Verantwortlichen des Krankenhauses Maria Hilf symbolisch, welche Investitionen sie für das Warsteiner Haus vorsehen: Von links Gunnar Stammen (Geschäftsführer), Klaus Wohlmeiner (Pflegedienstleitung), Alfred Schmiedel (Betriebsrat), Dr. Rolf Cramer (Chefarzt) und für die Technische Abteilung Thorsten Menke
Foto: Krankenhaus Warstein
  • Warsteiner Krankenhaus „Maria Hilf“ weist auf Finanzierungslücken hin
  • Land muss investieren, um Qualität der Krankenhäuser zu erhalten
  • Zusammenschluss mit Krankenhäusren aus Hamm, Soest und Unna

Warstein.  Das Warsteiner Krankenhaus „Maria Hilf“ hat sich mit weiteren Krankenhäusern der Region zusammengeschlossen, um auf dringend notwendige Investitionen im Bereich der Krankenhausfinanzierung hinzuweisen.

Erklärtes Ziel des Bündnisses, dem neben dem Warsteiner Haus auch weitere Krankenhäuser aus dem Kreis Soest sowie aus dem Kreis Unna und der Stadt Hamm angehören, ist die Sensibilisierung der Öffentlichkeit für die Finanzlage der Krankenhäuser. „Medizinische Qualität benötigt Investitionen und Fortschrittlichkeit“, sagt Gunnar Stammen, Geschäftsführer des Warsteiner Hauses anlässlich des geschlossenen Bündnisses. Gemeinsam wolle man auf diesem Wege sowohl das Land, das gesetzlich zur Investitionsförderung der Krankenhäuser verpflichtet sei, als auch die Öffentlichkeit auf die Situation in den Krankenhäusern in NRW aufmerksam machen – um die nachweislich notwendigen Fördermittel zu erhalten.

Patienten erwarteten von Krankenhäusern heute zu Recht nicht nur hochqualifizierte Mediziner und Pflegekräfte, sondern auch ansprechende Räumlichkeiten und eine komfortable Ausstattung sowie moderne Informations- und Kommunikations-Technologien. „Damit uns das in Zukunft auch gelingen kann, müssen wir viel tun. Wir müssen uns in Medizin, Pflege und Betreuung weiterentwickeln, aber auch in neue Medizintechnik, in neue Gebäude, Strukturen und Prozesse wie zum Beispiel in IT-Infrastruktur und Teleradiologie investieren“, erläutert der Warsteiner Geschäftsführer. Das Krankenhaus Maria Hilf in Warstein verfolge stetig die gezielte Erweiterung seines Behandlungsspektrums, die Einführung neuer Technologien sowie die fortlaufende Qualifizierung aller Mitarbeiter, um so eine optimale Patientenversorgung zu gewährleisten. Zahlreiche Modernisierungsmaßnahmen wurden dazu in den vergangenen Jahren am und im Krankenhaus durchgeführt.

Alle Krankenhäuser in Deutschland werden vom Land und von den gesetzlichen und privaten Krankenkassen finanziert. Die finanzielle kontinuierliche Beteiligung des Landes NRW in den vergangenen Jahren reiche dabei nicht aus, während die Anforderungen und der Investitionsbedarf der Krankenhäuser weiter stiegen. Das dazu vom Rheinisch-Westfälischen Institut für Wirtschaftsforschung erstellte Investitionsbarometer NRW kommt sogar zu dem Ergebnis, dass das Land NRW jedes Jahr eine Milliarde Euro zu wenig in die Kliniken investiert.

Treffen Ende Oktober in Hamm

Am 27. Oktober werden Vertreterinnen und Vertreter aus den Krankenhäusern, der Krankenhausgesellschaft NRW, aus großen Unternehmen sowie Verbänden der hiesigen Region im Kleist-Forum Hamm zusammenkommen, um sich über die Auswirkungen der Finanzierungslücken auszutauschen und zu informieren. Ziel der Veranstaltung ist, weiterhin eine flächendeckende, medizinische Patientenversorgung auf hohem Niveau in den heimischen Krankenhäusern zu gewährleisten.

 
 

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