Kraftvoll und beeindruckend

Friedrich Vorsthoven
Adventsvesper in der Nikolauskirche Rüthen.
Adventsvesper in der Nikolauskirche Rüthen.
Foto: Friedrich Vorsthoven
Rund 100 Akteure begeisterten die Zuhörer bei der Adventsvesper in der Nikolauskirche.

Rüthen.  Mit dem Lobgesang Marias, dem Magnificat, endete die gut einstündige Adventsvesper in St. Nikolaus. Rund 100 Akteure, darunter der Kinderchor, der Kammerchor, das Kammerorchester das Blockflötenensemble „Flaut Anima“ das Blechbläserensemble „Weißblech“ und schließlich die Zithergruppe „Vergissmeinnicht“, begeisterten die Vespergäste zum 1. Advent.

„Wir möchten Sie einstimmen in den Advent“, so die Botschaft, die Volker Dumschat, Vorsitzender des Kammerchors Rüthen, im voll besetzten Kirchenrund verkündete. Das gelang den Akteuren schon zum Auftakt. Nach einem Kanon, ausgeführt von der Zithergruppe, zogen die Kinder des Kinderchors Rüthen mit leuchtenden Kerzen zum Altarraum, um zusammen mit „Flaut Anima“ das Lied „Mache dich auf und werde Licht“ anzustimmen. Die Zithergruppe führte in die Heimat ihrer Instrumente nach Österreich und Südtirol. In ihren Ausführungen folgte der Andachtsjodler oder Weisen wie „Es wird scho gleich dumpa“.

Junge Nachwuchsmusiker

Das Kammerorchester setzte im Chorraum zum 1. Satz der Pastorale des italienischen Komponisten, Violinisten und Kirchenmusikers Francesco Manfredini an. Ein Satz aus dem Concerto grosso per il santissimo natale, auch bekannt als Christmas Concerto, erfüllte den Raum. „Flaut Anima“ setze mit ihren Blockflöten auf bekannte Weisen wie „Es kommt ein Schiff geladen“, „Maria durch ein Dornwald“ ging und „Freu dich Welt ein König naht“. Im Ensemble: Viele junge Nachwuchsmusiker. Zur Halbzeit setzte Rüthens Kammerorchester zum Andante von Jospeh Heiden an, bevor „Weißblech“ zu ihren Instrumenten und Noten griff.

Das Bläsercorps nahm sich auch den Kammerchor zur Hilfe, um gemeinsam kraftvoll Bach zu zelebrieren, um eingestimmt „Maria durch ein Dornwald ging“ in einer Variation von Leonard Paul anzustimmen. Dazu „Carol of the Bells“, ein beliebtes Weihnachtslied. Der Song basiert auf einem Volksgesang in der Ukraine, bekannt als „basiert Shchedryk“.

Den choralen Schlusspunkt setzte der Kammerchor als Veranstalter mit drei Stücken, die im Höhepunkt des Konzertes der Schlusschor aus dem Oratorium de Noél bildete. Wie kann man eine Adventsvesper besser beenden, diese Frage lässt sich nur mit dem „Magnificat“ beantworten, mit dem der Chor, zusammen mit dem Kinderchor, dazu „Flaut Anima“ und der gesamten Gemeinde einen kraftvollen und beeindruckenden Schlusspunkt setzte.

Eine gelungene Vesper, zu der sich der Veranstalter mit Blumen und das Publikum mit langem Applaus bedankte.