Klettergebiet öffnet im September

Klettergebiet Hillenberg am Mittwoch, 22. Mai 2013.
Klettergebiet Hillenberg am Mittwoch, 22. Mai 2013.
Foto: WP
Klettern inmitten der Natur – dieser Traum vieler Kletterer aus Warstein scheint in Erfüllung zu gehen. Das Klettergebiet Hillenberg soll Ende September endlich eröffnet werden. Dies bestätigten Stadt und Brauerei auf Anfrage der WESTFALENPOST.

Warstein.. Am 28. September soll das Klettergebiet eingeweiht werden, offiziell betrieben wird es von der Sektion Hochsauerland des Deutschen Alpenvereins (DAV) und der IG Klettern. Damit die ursprünglich für Ende Mai geplante Eröffnung jetzt nachgeholt werden kann, waren Gespräche zwischen der Brauerei und den beiden Klettervereinen nötig.

Kurz vor der Eröffnung am 25. Mai war es zum Eklat gekommen: Nur für einen Teil des Geländes gab es einen Nutzungsvertrag zwischen der Stadt und dem Deutschen Alpenverein (DAV) und der IG Kelttern. Weitere Teile des Klettergeländes gehörten der Brauerei – und zwischen ihr und den Klettervereinen gab es zu diesem Zeitpunkt keinen Nutzungsvertrag (wir berichteten ausführlich).

Neben der Tatsache, dass ein ganzer Teil des Klettergebietes der Brauerei gehöre, seien auch Zufahrtswege zu dem Teil, der sich in städtischem Besitz befindet, Eigentum der Brauerei. Plötzlich standen DAV und IG Klettern vor einem Problem: Ein Teil der Kletterrouten konnte so nicht genutzt werden, zudem müssten Kletterer das Gelände der Brauerei durchqueren, um auf das nutzbare Klettergebiet zu gelangen.

Frei zugängliches Gebiet

„Das ist so nicht der Fall“, sagte Alfred Bathe, Leiter Liegenschaften bei der Stadt, schon damals, „das Klettergelände, über das wir mit dem DAV und der IG Klettern einen Vertrag abgeschlossen haben, ist frei zugänglich.“ Nach den Vorfällen im Mai habe man Messpunkte gesetzt, die eindeutig bewiesen, dass man nicht über Brauerei-eigenes Gelände gehen müsse, um auf das städtische Klettergelände zu gelangen. „Man kann ausschließlich über städtisches Gelände zu diesen Kletterrouten gelangen“, erklärte Bathe im Gespräch mit der WP. Noch entscheidender für die Kletterer: Die Brauerei wird in der nächsten Woche einen Nutzungsvertrag mit dem DAV und der IG Klettern unterzeichnen.

Damit ist der Weg frei für die Nutzung des kompletten Klettergebietes. „Wir haben nach den Ereignissen im Mai die Initiative ergriffen und das Gespräch mit den Vereinen gesucht“, erklärte Benedikt Hartmer, Referent der Unternehmenskommunikation der Warsteiner Gruppe auf Anfrage, „jetzt haben wir eine gute Vertragsgrundlage dafür geschaffen, dass hier tatsächlich geklettert werden kann.“

Touristisches Merkmal

Für die Brauerei sei es ein wichtiges Anliegen, dass dieses Projekt realisiert würde, schließlich sei es ein „touristisches Alleinstellungsmerkmal“. „Das bedeutet für die Warsteiner Bürger und Touristen eine schöne Erweiterung des Freizeitangebotes, die wir gerne unterstützen“, so Hartmer.

Und die Einigung kam offenbar schnell: „Bereits am Montag, nach dem die eigentliche Eröffnung erfolgt sein sollte, hat die Brauerei Kontakt mit uns aufgenommen“, berichtet Paul Steinacker, Vorsitzender der Sektion Hochsauerland des DAV, „ich freue mich sehr, dass wir dieses tolle Gebiet jetzt eröffnen können“, so Steinacker im Gespräch mit der WESTFALENPOST.

 
 

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