kfd-Superheldinnen retten Altenrüthen

Laura Flormann

Altenrüthen.  „Gott erschuf die Welt und benannte Altenrüthen als die schönste Stelle auf der ganzen Erde.“ – Über diese Aussage zum Einstieg in den kfd-Karneval in Altenrüthen lässt sich sicher streiten, dass dort aber jedes Jahr ausgelassen Frauenkarneval gefeiert wird, ist Fakt. Auch in diesem Jahr wurde ein buntes Bühnenprogramm auf die Beine gestellt.

Mit Werbeunterbrechungen

Mit vielen lustigen Sketchen und musikalischen Einschüben verbrachten die bunt kostümierten Frauen einen schönen Nachmittag. Auch in diesem Jahr wieder aktiv dabei waren Helga Schürmann und Barbara Beukmann. Mit einem Sketch über moderne Märchen begannen sie das Programm. Während Barbara Beukmann ihren Enkelkindern ein altes Märchen vorlas, wurde sie immer wieder von Werbeanzeigen unterbrochen.

Charlotte Schulte-Steffens und Karin Frenz dagegen planten einen spontanen Theaterbesuch. Durch die vielen Missverständnisse und Hektik im Haus vergessen die beiden völlig, dass das Theater gar nicht an diesem stattfindet. Im Kino benahmen sich Gisela Schulte und Hildegard Wiegelmann-Marx daneben. Während die eine den ganzen Kinosaal mit dem Geruch ihres Limburger-Käsebrotes stört, redet die andere ununterbrochen und bringt damit die anderen Besucher zur Weißglut.

Auch wenn Schalke am Samstag nicht gegen den Borussia Dortmund spielen musste, treue Fußballfans schauen alle Spiele an: So auch Claudia Schulte-Steffens in der Rolle des fußballverrückten Mannes. Seine Freundin ist davon ganz und gar nicht begeistert. Die beiden zeigten den typischen Ablauf eines Samstagnachmittags vor dem Fernseher und die wütenden Reaktionen der Frau darauf.

Zurück im Land der Märchen, führten die Frauen die Geschichte von Schneewittchen und den sieben Zwergen auf der Bühne vor. Mit lustigen Musikeinlagen wurde diese zu einem richtigen Highlight. Als Schrottsammler Ted und Todt sorgten Claudia Schulte-Steffens und Christiane Schirk bereits vor zwei Jahren für viel Gelächter bei den Altenrüthener Frauen. Nach einjähriger Pause, ließen sie es sich nicht nehmen wieder ein Stück auf die Bühne zu bringen. Diverse Geschichten aus dem Dorf, lustig verpackt, begeisterten die Zuschauer.

Kreisende Männerhüften

Musikalisch zeigten sich die Dorfrocker mit einer Playbackshow. Überraschung des Nachmittags war Sven Donner-Hötte. Seit zehn Jahren ist er, neben dem Pastor, der einzige Mann beim Frauenkarneval. Er sorgt jedes Jahr für die Beschallung. Sein Versprechen, zu seinem Jubiläum einen Programmpunkt auf der Bühne zu übernehmen, hielt er ein. Rhythmisch schwang er auf der Bühne seine Hüften zu Zumbaklängen. Die Frauen waren begeistert.

Der Abschluss des Programms kam von den „Schwammbuchsen“. Die Altenrüthener Frauenclique, allesamt verkleidet als Superhelden, hatte im Vorfeld einen Film gedreht, der beim Frauenkarneval seine Premiere feierte. Die Superhelden hatten die Aufgabe das Dorf zu retten. Mit viel Witz und Charme gelang ihnen dieses. Zuletzt bekam Beate Wolf, nach 22 Jahren vom Vorsitz zurückgetreten, von den Superhelden einen Blumenstrauß sowie viel Lob und Dank von der gesamten Versammlung.