Kein Platz frei im Altenrüthener Pfarrhaus

Armin Obalski
Immer beliebter: Der Seniorennachmittag Altenrüthen.
Immer beliebter: Der Seniorennachmittag Altenrüthen.
Foto: Armin Obalski
Die Senioren aus Altenrüthen freuen sich, dass es weitergeht mit den monatlichen Seniorennachmittagen. Fünf Frauen sorgen dafür. Am Mittwochnachmittag fand das erste Treffen unter ihrer Regie statt.

Altenrüthen.  Der Laden ist längst Geschichte, das Gasthaus hat geschlossen. Den Menschen, gerade den älteren, fehlt die Möglichkeit, sich zu treffen und miteinander in lockerer Runde zu sprechen. Was in vielen Dörfern der Fall ist, trifft auch auf Altenrüthen zu. Umso mehr freuen sich die Senioren, dass es weitergeht mit den monatlichen Seniorennachmittagen. Fünf Frauen sorgen dafür. Am Mittwochnachmittag fand das erste Treffen unter ihrer Regie statt.

Jeden zweiten Mittwoch im Monat

40 jüngere und ältere Senioren – die Mehrheit Frauen, aber auch einige Männer – waren der Einladung gefolgt, so dass beide Gemeinderäume im Pfarrhaus voll besetzt waren. „Schade, dass es nicht weitergeht“, hatten ältere Mitbürger aus Altenrüthen geäußert, als Toni Köhler die Leitung der Seniorennachmittage abgab. Dies berichtet Gisela Schulte. Sie ist eine der fünf Frauen, die sich ein Herz fassten und dafür sorgten, dass es eben doch weitergeht. Seit gestern ist dies im gewohnten Turnus der Fall, die Treffen finden immer am zweiten Mittwoch im Monat statt.

Mit zum Team gehören neben Gisela Schulte Marlene Bleike, die auch vorher schon dabei war, sowie Hildegard Heine, Monika Herting und Ursula Röttler. Sie decken die Tische ein, kochen Kaffee, schmieren Schnittchen. Nur den „Kuchen, den lassen wir backen“, berichtet Gisela Schulte. Der Seniorennachmittag beginnt stets mit einer Messe. Gestern feierte sie erstmals Pastor Stefan Gosmann, der sich gleich wohl in der großen Seniorenrunde fühlte.

„Mindestens seit 1989“, waren sich die Frauen einig, gibt es die Seniorennachmittage – und immer waren Organisatorinnen da. „Das ist eine gute Möglichkeit, sich zu treffen und auszutauschen“, erklärt Gisela Schulte, warum sie mit dafür sorgt, dass es auch so bleibt. Einige Ortswechsel hat es gegeben, so vom früheren Gemeindetreff schräg gegenüber des Pfarrhauses in den Gesellschaftsraum der Schützenhalle und schließlich nach dessen Umbau ins Pfarrhaus. Weil Toni Köhler zwischenzeitlich erkrankt war, fielen die Treffen von Februar bis Juli 2015 aus, schließlich gab es noch einen Abschluss mit der früheren Leiterin – und nun geht es mit großem Erfolg weiter.