Johanniter dankbar für Hilfe der Rüthener

Bürgermeister Peter Weiken zeigt Wolf-Ingo Kunze (Bundesvorstand), Kirsten Hols (Landesvorstand) und Udo Schröder-Hörster (Regionalvorstand) von den Johannitern Rüthen.
Bürgermeister Peter Weiken zeigt Wolf-Ingo Kunze (Bundesvorstand), Kirsten Hols (Landesvorstand) und Udo Schröder-Hörster (Regionalvorstand) von den Johannitern Rüthen.
Foto: WP
Auch wenn ihr Besuch in Rüthen von frühlingshaftem Wetter begleitet wurde, wissen die Mitglieder von Bundes- und Landesvorstand der Johanniter, dass rund um das von dem Hilfsdienst betreute Flüchtlingsheim nicht nur eitel Sonnenschein herrscht .

Rüthen..  Auch wenn ihr Besuch in Rüthen von frühlingshaftem Wetter begleitet wurde, wissen die Mitglieder von Bundes- und Landesvorstand der Johanniter, dass rund um das von dem Hilfsdienst betreute Flüchtlingsheim nicht nur eitel Sonnenschein herrscht (siehe Zweittext). Und doch – oder gerade deshalb: Wolf-Ingo Kunze, Mitglied des dreiköpfigen Bundesvorstandes, und Kirsten Hols vom NRW-Landesvorstand rückten den positiven Effekt der Zentralen Unterbringungseinrichtung (ZUE) im Haus Maria vom Stein in den Fokus. Das ist für sie „das enorme ehrenamtliche Engagement“, so der aus Berlin angereiste Kunze beim Gespräch mit Bürgermeister Peter Weiken.

Dies betrifft den Einsatz der ehrenamtlich tätigen Johanniter, besonders aber der Rüthener Bevölkerung. „Wir sind dankbar für die Unterstützung der Kommune. Es braucht eine Menge Zahnräder, die ineinandergreifen, damit eine Einrichtung so gut funktioniert wie in Rüthen“, lobte der gleichfalls ehrenamtlich tätige Bundesvorstand. Aus dem Nichts heraus sei die Einrichtung geschaffen worden. „Und sie läuft hervorragend.“ Dies sei in Berlin nicht verborgen geblieben.

„Es ist großartig, wie die Einrichtung in der Bevölkerung ankommt“, sagte Wolf-Ingo Kunze, nachdem er sich unter Führung von Udo Schröder-Hörster vom Regionalvorstand im Haus ein Bild gemacht hatte. Als Beispiel für das „überraschende Bürgerengagement“ nannte er die Kleiderkammer. „Es ist erstaunlich, wie die Ehrenamtlichen zupacken.“ Dieses Lob bezog er nicht nur auf die Johanniter, von denen 80 vor allem aus dem Bereich Soest, Büren und Paderborn, aber auch aus dem ganzen Landesverband laut Schröder-Hörster als dauerhafte Helfer im Rüthener Haus registriert sind. Sie seien nicht nur im Betreuungsdienst tätig, sondern würden den Bewohnern beispielsweise auch in der Waschküche helfen.

Direkte Hilfe als Antrieb

Den Antrieb für die Helfer sieht Wolf-Ingo Kunze zum einen im Auftrag der Johanniter an sich, der auf humanitäre Hilfe im In- und Ausland lautet. „Der Dienst am Nächsten ist Kern unserer Aufgabe als christliches Hilfswerk. Dass sie diese nun direkt umsetzen können, ist zusätzlicher Antrieb für die Ehrenamtlichen.“

Während der Hilfsdienst die durch den Betrieb des Flüchtlingsheimes entstehenden Kosten „auf den Cent genau belegt und mit dem Land abrechnet“, kommt hinzu, was der Regionalvorstand „Johanniter-Mehrwert“ nannte. Als Beispiele zählte er die Zusammenarbeit mit der örtlichen Caritas, mit Jugendzentrum und Vereinen auf. „Wir sind gut vernetzt und das Netzwerk wird immer stärker. „Das Ehrenamt verbindet“, ergänzte Weiken. „Bei einem kommerziellen Betreiber geht viel verloren, gerade das Zwischenmenschliche.“ Den Johannitern stellte er ein gutes Zeugnis aus: „Die Probleme werden angegangen; unser Vertrauensvorschuss wird immer wieder neu bestätigt.“

Ohne einen fast 80-köpfigen Stab fester Mitarbeiter, alle sozialversicherungspflichtig beschäftigt, wie Udo Schröder-Hörster betonte, geht es allerdings nicht. Welche Brisanz es allerdings mit sich bringt, wenn bis zu 420 Menschen unterschiedlicher Ethnien und unterschiedlichen Glaubens auf engem Raum leben, macht deutlich, dass 40 der Mitarbeiter im Bereich Sicherheit eingesetzt sind.

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