„In zwei Jahren werden wir in der Innenstadt etwas stehen haben“

Dietrich Zakwoski (links) steht WP-Redakteurin Anna Gemünd (rechts) Rede und Antwort zur Innenstadtentwicklung. Die will Bürgermesiter Manfred Gödde (Mitte) in 2014 vorantreiben.
Dietrich Zakwoski (links) steht WP-Redakteurin Anna Gemünd (rechts) Rede und Antwort zur Innenstadtentwicklung. Die will Bürgermesiter Manfred Gödde (Mitte) in 2014 vorantreiben.
Foto: WP
„Diese Stimmung hier, das ist genau das, was diese Stadt braucht“ – Mit diesen Worten brachte Professor Dr. Christoph Moss am Samstag mittag auf den Punkt, was weit über 900 Warsteinerinnen und Warsteiner an diesem Tag im Besucherzentrum der Brauerei zusammenbrachte: Der positive Blick nach vorne stand im Mittelpunkt des sechsten Neujahrsempfangs der beiden Tageszeitungen.

Warstein.. Vor allem waren es die „normalen“ Bürger der Stadt, die in der tollen Atmosphäre der „Warsteiner Welt“ auf ein gutes Jahr mit vielen positiven Nachrichten für Warstein anstoßen wollten. „Das Jahr 2013 wird ohne Zweifel in die Geschichtsbücher der Stadt, ja in die des Landes eingehen“, blickte Bürgermeister Manfred Gödde zunächst kurz auf die vergangenen zwölf Monate zurück, „aber ich selbst bin an einem 13. geboren und ich bin nun wahrlich keiner, der vom Pech verfolgt wird. Und das gilt auch für unsere Stadt.“ Zunächst resümierte er jedoch noch einmal, was diese schweren Wochen im Spätsommer für die Stadt bedeutet hatten: „Meine Gedanken sind bei den Verstorbenen und ihren Angehörigen. Ausdrücklich denke ich auch an die Erkrankten, die teilweise noch heute an den Folgen leiden.“

Dass Warstein aus dem Tief der Legionellen-Krise mit Schwung wieder herausgekommen ist, bewies nicht nur das große Frühschoppen Ende September auf dem Marktplatz, auch in die Innenstadtentwicklung kam gegen Ende des Jahres endlich Bewegung. Ob er sich zum Ende seiner Amtszeit ein „Umgehungsstraßen-Denkmal“ werde setzen lassen können, das wusste Manfred Gödde nicht zu sagen, wohl aber, dass die Segel für eine zügige Innenstadtentwicklung samt Umgehungsstraße gesetzt sind. „Verkehrsminister Groschek wird im Frühjahr zu uns kommen. Das ist mittlerweile oben angekommen: Warstein braucht diese Straße.“

Fachmarktzentrum auch im Blick

Ein anderer, ganz entscheidender Mann für die Entwicklungen in Warsteins Mitte war am Samstag bereits vor Ort: Stadtplaner Dietrich Zakowski bekam Mitte Dezember den Zuschlag für die Planung der „Neuen Mitte“, seine Pläne hingen am Samstag für alle Besucher zur Einsicht aus. Ein Planer gefunden, die entsprechende Aufbruchstimmung in der Stadt – da müssten doch bald die Bagger rollen? „Auf diese Frage war ich vorbereitet“, wiegelte der Arnsberger Architekt lachend ab, „ich kann verstehen, dass Sie alle darauf warten, dass es endlich losgeht. Aber das, was derzeit im Hintergrund passiert, Gespräche mit den Grundstücksbesitzern, die Investorensuche, das dauert seine Zeit.“

Dass die Dinge in Warstein durchaus mal länger dauern könne, habe er bereits vor neun Jahren erfahren, als er seine Planungen für ein Fachmarktzentrum auf dem ehemaligen Risse-Gelände präsentierte. „Aber ich denke, dass wir in zwei Jahren hier etwas stehen haben“, wagte Zakowski dann doch eine vorsichtige Prognose und versäumte es nicht, um weitere Investoren auch aus Warstein zu werben: „Sie sind der Dreh- und Angelpunkt dieser Innenstadtplanung, wir brauchen Sie.“ Nach wie vor sehe er die „Neue Mitte“ und ein Fachmarktzentrum als ergänzende Elemente. „Wir müssen jetzt erstmal die Dinge ins Rollen bringen.“

 
 

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