Im strömenden Regen auf den Spuren des heimischen Trinkwassers

Laura Flormann

Rüthen.  Einen Tag ganz im Zeichen des Wassers organisierte am Samstag die Bürgerinitiative Rüthen gemeinsam mit dem BUND.

Selbst strömender Regen am Nachmittag ließ viele Interessierte, die Bürgerinitiative und den BUND nicht davon abhalten, die Rißneiquelle zu besuchen und über die aktuelle Wasserversorgung aufzuklären. Seit 1992 gilt der 22. März als offizieller Tag des Wassers. Besonders der BUND macht sich seit vielen Jahren dafür stark, sich an diesem Tag mit der Bedeutung des Wassers auseinanderzusetzen. Das Wasser ist eines der wichtigsten Lebensmittel, doch wie gehen wir mit dem kostbaren Wasser um? Und wie gut ist unser Trinkwasser eigentlich? All dieses Fragen sollen am Tag des Wassers beantwortet werden können.

Unter fachkundiger Anleitung hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, nicht nur den Rüthener Wasserturm zu erkunden, sondern auch viele Informationen zur Wasserversorgung von Rüthen und den umliegenden Dörfern zu erfahren. Dazu stand Wassermeister Theo Henneböhl als Experte zur Verfügung. Die Wasserversorgung der Rüthener erfolgt durch die Rißneiquelle. Das Wasser läuft zum Wasserwerk. Die Aufgaben des Rüthener Wasserturms sind dabei zum einen Druck auszugleichen, er dient aber auch als Vorratsbehälter.

Politik stärker einbinden

Neben zahlreichen Informationen rund um den Aktionstag informierte auch die Bürgerinitiative über das Gefährdungspotential der geplanten WEA-Anlagen im Wasserschutzgebiet. Besonders die geologische Struktur dieses sensiblen Ökosystems ist eine besondere Gefahr für das Wasser der Rißneiquellen. Um die Unsicherheiten der geologischen Problematik genauer untersuchen zu können, möchte die Bürgerinitiative den Tag des Wassers nutzen, um die Bürger zu ermutigen die Politik stärker in Pflicht zu nehmen. Mit einer Unterschrift sollen die Fraktionen im Rüthener Stadtrat aufgefordert werden, einen Antrag an die Stadtwerke Rüthen zu formulieren.