„Hexenhäuschen-Kinder“: Spielend lernen seit 25 Jahren

Suttrop..  25 Jahre Hexenhäuschen – das muss gefeiert werden. Und so folgten am Samstagnachmittag zahlreiche Eltern, Geschwister und Großeltern der Einladung ihrer Kinder sowie der Erzieherinnen und Erzieher in die Räumlichkeiten der Kindertageseinrichtung „Hexenhäuschen“. „Ich bin Hexenhäuschenkind – lerne spielend ganz geschwind. Ich bin ein Hofkind – und ich mag alle Tiere, die hier sind.“ Mit dieser Strophe des Liedes „Über mich“ begrüßten die Kinder der Sonnenschein-, Sternchen- und Regenbogengruppe ihre Gäste und freuten sich auf einen gemeinsamen spannenden Nachmittag. Ebenso hieß die Leiterin der Kita, Gerlinde Nolte-Nicol, die Besucher willkommen. Ehrengäste, wie die Hexenhäuschen-Gründerinnen Doris Gerntke-Ehrenstein und Mechthild Liedtke, Jutta Heinert, Leiterin des Jugendamtes, und Kerstin Weitemeier, Geschäftsführerin des Kita-Trägers (Paritätischer Wohlfahrtsverband Lippstadt) erhielten dabei einen besonders großen Applaus.

Erzieherinnen der ersten Stunde

Die Geschäftsführerin freute sich über die Geburtstagsfeier und vor allem über die Jubiläen der sieben Erzieherinnen, die von Anfang an im Hexenhäuschen für die Betreuung der Kinder zuständig sind. „Man kann euch als Urgesteine bezeichnen. Es ist wirklich schön zu sehen, dass ihr immer noch motiviert und insbesondere flexibel im Hinblick auf die Weiterentwicklung eurer Arbeit seid“, so Weitemeier. Mit einem Blumenstrauß bedankte sie sich und gratulierte Marie-Luise Schmidt, Angelika Hering, Angelika und Anja Wessel, Hiltrud Rieck, Gerlinde Nolte-Nicol sowie Elke Korf. In ihrer Ansprache lobte Kerstin Weitemeier besonders die gute Zusammenarbeit des Kita-Teams und die erfolgreiche Kooperation mit der Initec beziehungsweise dem Ini-Gutshof.

Dass die Arbeit nach 25 Jahren immer noch Spaß macht, bestätigte die stellvertretende Kita-Leiterin Angelika Hering. Auf die Frage, was sich in 25 Jahren verändert hat, beschrieb sie, dass die Kinder in den verschiedensten Situationen selbstbewusster geworden sind. Allerdings sei der Tagesablauf durch weiter zunehmende gesetzliche Auflagen nicht einfacher geworden.

Über die Geschichte und Entwicklung der Kindertageseinrichtung berichtete Jutta Heinert. „Im November 1989 gründeten Mitglieder der ÖTV-Frauengruppe die „Fraueninitiative Kindertageseinrichtung Hexenhäuschen“. Die Idee, durch eine öffentliche Kita Familien, insbesondere berufstätige Frauen zu entlasten, wurde ein Jahr später in die Tat umgesetzt“, erzählte Heinert. Und so wurde im Jahr 1990 die Kita mit zwei altersgemischten Gruppen im Haus 25 auf dem LWL-Gelände eröffnet. Vier Jahre später folgte aufgrund der hohen Nachfrage nach Kita-Plätzen eine dritte altersgemischte Gruppe, die im Haus Sauerbruch auf dem LWL-Gelände untergebracht wurde. Nach elf Jahren übergab die Fraueninitiative Kindertageseinrichtung Hexenhäuschen e.V. ihre Trägerschaft an die Pari Sozial gGmbH, deren Verantwortliche schnell feststellten, dass drei Gruppen in zwei Häusern ein hoher wirtschaftlicher und unpraktischer Aufwand sind und ein neues Gebäude geplant wurde. Am 25. und 26. November 2010 war es soweit und es folgte der Umzug der Kita vom LWL-Gelände zur Lindenstraße 15. Zurzeit werden 49 Kinder im Alter von vier Monaten bis sechs Jahren von 16 Erzieherinnen und Erzieher betreut.

Ein Glücksrad, das Bemalen und Pressen von Buttons sowie Ponyreiten zeigten am Samstag, dass hier so schnell keine Langeweile bei den Jüngsten entstehen konnte. Ein Höhepunkt des Nachmittages war für die Kinder der Auftritt des Zauberers und Stelzenläufers Carsten Risse.

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