Heimatlied berührt Seele des echten „Wöske“

Warstein-Project vertont Wöske Schnaodloipers Lied neu mit der Stadtkapelle Warstein
Warstein-Project vertont Wöske Schnaodloipers Lied neu mit der Stadtkapelle Warstein
Foto: Georg Giannakis/WP
DAs Warsteiner Lied ist neu vertont worden.

Warstein..  Der Heimatabend, der am kommenden Freitag einmal mehr den großen, feierlichen Auftakt des Warsteiner Schnadezuges bilden wird, ist für so manch gebürtigen Wästerstädter und zugleich „beseelten“ Grenzgänger für sich allein genommen schon etwas Einmaliges. Und wenn auf dem selbigen Festakt dann noch das Schnaodloipers-Lied geschlossen eingestimmt und mit lautstarkem Pathos gesungen wird, dann drückt der Wöske (sprich: der echte Warsteiner) wohl ein für allemal auf authentische Weise seine persönliche Liebe und enge Verbundenheit zum eigenen Heimatort aus.

Auf ein musikalisches Highlight dürfen sich die Besucher des Warsteiner Heimatabendes indes diesmal freuen und werden zugleich in den Genuss kommen, Zeitzeuge einer ganz besonderen Uraufführung zu sein. Die Band „Warstein-Project“, die das Wöske Schnadloipers-Lied jüngst eigens für Männer in der „blauen Kluft“ komponierte, wird der breiten Öffentlichkeit nämlich nun eine Neuvertonung des Stückes präsentieren, welches gemeinsam mit den Musikern der Stadtkapelle Warstein in mühevoller Arbeit einstudiert und aufgenommen wurde.

„Es sind die Klänge der Blasmusik, die in dem Lied für einen bemerkenswerten Effekt sorgen“, bekräftigt Detlef Holzhauer, der gemeinsam mit seinen beiden Mitstreitern Burkhard Ochel und Helmut Hiegemann (alle drei sind im übrigen selbst passionierte Wöske Schnaodloipers) den Song in bewährter Gesangkunst vor der Warsteiner Domschänke vortragen wird – instrumental begleitet von den 30 jungen und routinierten Protagonisten der Stadtkapelle.

Volkstümlicher Feinschliff

Denn der modernen Erstversion haben die drei ursprünglichen „Warsteiner Räuber“ jetzt einen volkstümlichen Feinschliff verpasst. „Es wird wieder traditioneller“, verrät Burkhard Ochel. Vor einem halben Jahr – unmittelbar kurz nach der geborenen Idee einer Neuvertonung – nahm das Trio Kontakt zur Dirigentin der Stadtkapelle, Anna Knülle, auf, die von dem Vorhaben schnell angetan war und sich mit ihrem Musikerkollektiv ohne langes Zögern der Umsetzung anschloss.

Einige Male trafen sich bereits beide Gruppierungen, um die Neuauflage des Liedes einzustudieren. Nun bestritten sie ihre wichtige Generalprobe. Die Adressaten des Liedes - die Wöske Schnaodloipers - ließen sich den letzten „Geheimauftritt“ im Proberaum der Stadtkapelle in der ehemaligen Lioba-Grundschule natürlich nicht entgehen. Vorsitzender Frank Niggemann und sein Amts-Vize Bernd Krass hörten ganz genau zu, als ihnen das für sie und ihre Vereinskameraden so bedeutende Werk in einer mehrminütigen Darbietung vorgestellt wurde. Das die Schnaodloipers-Funktionäre von der neuen Version absolut angetan zu sein scheinen, unterstreicht ihr kurzweiliges, leises Mitsingen, zu dem sich beide während der Generalprobe haben animieren lassen.

Die Zuhörer verzaubern

„Wir freuen uns sehr, dass wir den über 400 Jahre alten Schnadezug in dieser Form medial nach vorne tragen. Man kann sich glücklich schätzen, dass diese Tradition mit einem eigenen Lied bedacht worden ist“, erinnert sich Frank Niggemann noch an jenen Zeitpunkt zurück, als vor zwei Jahren im „Räuberkeller“ von Helmut Hiegemann im kleinen Kreis den Wöske Schnaodloipers das Stück vorgespielt wurde. „Es war ein Freitag Abend. Wir haben uns das angehört und waren völlig überrascht darüber, was sie aus dem Hut zauberten“. An einem Freitag Abend werden die Drei (samt Stadtkapelle) auch diesmal ihre Zuhörer verzaubern – nur mit einem Unterschied zu damals: Sie werden die Herzen gleich mehrerer hundert Warsteiner erobern.

 
 

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