Hans-Joachim Teutenberg ärgert sich über Verhalten der Stadt

Hans-Joachim Teutenberg vor seinem Haus in der Warsteiner Diplohstraße (r.)
Hans-Joachim Teutenberg vor seinem Haus in der Warsteiner Diplohstraße (r.)
Foto: Manfred Böckmann / WP
Für Hans-Joachim Teutenberg ist „eine unendliche Geschichte endlich vorüber“. Sein Haus an der Dieplohstraße hat er an die Stadt verkauft, wie Kämmerer Florian Beutler in der Ratssitzung am Montag Abend offiziell bekannt gab (wir berichteten).

Warstein.. Das Fazit des Oberbayern ist eindeutig: „Ich will mit Warstein nichts mehr zu tun haben“. Bereits vor fünf Jahre habe man ihn „verrückt gemacht“, auf die Pläne der „Neuen Mitte“ und die geplante Innenstadtentwicklung hingewiesen – und darauf, dass sein Haus für die Umsetzung der Pläne wichtig sei. Aber: „Es hat nie etwas Schriftliches gegeben“, klagt Teutenberg im Gespräch mit der WP.

Stattdessen habe Bürgermeister Manfred Gödde überall öffentlich davon geschwärmt, wie schön und toll es doch mit der Warsteiner Mitte werde. Das sei bereits 2012 gewesen. Passiert sei jedoch – nichts. Oder doch: Die Mieterin des Ladens kündigte aufgrund der ungewissen Zukunft zum Jahresende 2014. Teutenberg: „Die Bude stand seitdem leer.“

Besonderes Recht im Planungsbereich

Nun hatte Hans-Joachim Teutenberg einen Käufer für das Haus an der Dieplohstraße gefunden – doch: „Die Stadt hat plötzlich ihr Vorkaufsrecht gezogen und ist in den Vertrag eingestiegen.“ Kämmerer Florian Beutler will als Vertreter des Bürgermeisters die Aussagen Teutenbergs nicht kommentieren, bestätigt aber, dass die Stadt ihr besonderes Vorkaufsrecht für das Grundstück genutzt habe. „Das gilt für den gesamten Planungsbereich.“

Verkauf direkt an Investor besser

Da Teutenberg nun einen Käufer an der Hand gehabt hätte, habe die Stadt handeln müssen, um das Gelände für die Domviertel-Planungen verfügbar zu halten. „Natürlich wäre die schönere Variante gewesen, dass das Grundstück direkt an einen Investor verkauft worden wäre“, so Beutler.

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