Haftbefehl gegen Mann aus Werl wegen Vergewaltigung und Menschenhandel

Ein 23-jähriger Mann aus Werl sitzt wegen Vergewaltigung und Menschenhandel in Untersuchungshaft.
Ein 23-jähriger Mann aus Werl sitzt wegen Vergewaltigung und Menschenhandel in Untersuchungshaft.
Foto: Knut Vahlensieck
Ein 23-jähriger Mann aus Werl sitzt in Untersuchungshaft. Vom Werler Amtsgericht wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft Arnsberg Haftbefehl wegen Körperverletzung, Vergewaltigung und Menschenhandel erlassen. Eine 19-jährige Frau aus Rumänien soll gegen ihren Willen festgehalten worden sein.

Kreis Soest. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Arnsberg wurde vom Werler Amtsgericht Haftbefehl gegen einen 23-jährigen Mann aus Werl erlassen. Da Verdunkelungsgefahr und Fluchtgefahr besteht, wurde der Werler noch am Dienstagabend, 25. Oktober 2011, zur Untersuchungshaft in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.

Vorausgegangen waren umfangreiche Ermittlungen der Kriminalpolizei nach einem Hinweis Anfang vergangener Woche, aus dem hervorging, dass eine 19-jährige Rumänin gegen ihren Willen in Werl festgehalten würde.

Mit Unterstützung der Polizei in Rumänien und aus Baden-Württemberg konnte der Aufenthaltsort der jungen Frau und des Beschuldigten in Werl ermittelt werden. Die Rumänin machte umfassende Aussagen gegenüber der Polizei. Danach wurde sie vor Monaten in ihrer Heimat angeworben, um in Deutschland einer Kellnertätigkeit nachzugehen. In der Bundesrepublik angekommen sei sie dann allerdings zur Prostitution gezwungen worden sein. Sie habe nach Polizeiangaben in verschiedenen Städten dem Gewerbe nachgehen müssen.

"Außer Unterkunft und Verpflegung habe sie nichts von dem Lohn erhalten, der durch die Zuhälter einbehalten worden sei. Nach ihren Aussagen wurde die Frau vor etwa acht Wochen an den Werler verkauft und musste in Werl und Umgebung zwangsweise der Prostitution nachgehen", heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Arnsberg und der Kreispolizeibehörde Soest. Dem Werler wird auch vorgeworfen, die Frau vergewaltigt, bedroht und geschlagen zu haben.

Erst als es der Frau heimlich gelang, ihre Mutter in Rumänien über ihren Aufenthaltsort zu informieren, konnte die Kriminalpolizei im Kreis Soest tätig werden. Nach Polizeiangaben ist der Tatverdächtige wegen Körperverletzungsdelikte und Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz vorbestraft und steht noch unter Bewährung. (-art)

 
 

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