Gladbach-Fans verprügeln BVB-Anhänger

DerWesten
Foto: ddp/Kai-Uwe Knoth

Hamm/Soest. Vier Personen erlitten Verletzungen bei einem bösen Nachspiel des Fußball-Bundesliga-Tages. Anhänger von Borussia Mönchengladbach griffen auf einer Autobahnraststätte der A2 einen BVB-Fan und seine Begleiter an.

Nach Polizeiangaben kam es am Samstagabend gegen 20.30 Uhr an der Rast- und Tankanlage Strängenbach der A2 in unmittelbarer Nähe der Autobahnabfahrt Hamm-Uentrop zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung, bei der vier Personen verletzt wurden.

Mob schaukelt Wagen auf

Nach den bisherigen Erkenntnissen hatten Sympathisanten von Borussia Mönchengladbach, die mit einem Reisebus unterwegs waren und am Autohof eine Pause machten, einen Dortmund-Fan (mit Trikot) und dessen Begleiter angegriffen. Sie saßen in einem Hyundai und wollten gerade den Parkplatz verlassen, als etwa 10 bis 15 Personen sich im Mob um dieses Auto gruppierten. Die Störenfriede stoppten die Fahrerin und schaukelten den Wagen auf.

Als der 38-jährige BVB-Fan aus Soest vom Beifahrersitz ausstieg, wurde er sofort geschlagen und getreten. Die 20-jährige Fahrerin und der 22-jährige Mitinsasse wurden anschließend ebenfalls angegriffen. Als dann die 62-jährige Mutter des Dortmund-Fans, die im eigenen Auto hinter dem Huyndai stand, eingreifen wollte, versuchten die Randalieren deren Smart umzuwerfen. Die Frau wurde dann ebenfalls geschlagen und getreten.

Schwer verletzt im Krankenhaus

Der Soester und seine Mutter erlitten schwere Verletzungen und mussten zur stationären Behandlung ins Krankenhaus nach Hamm eingeliefert werden. Die beiden Begleiter konnten nach ambulanter Behandlung wieder entlassen werden. Noch vor dem Eintreffen der Polizei hatte der Bus mit den Tätern den Rasthof wieder verlassen.

Allerdings hatten sich Zeugen das Kennzeichen gemerkt und informierten die Einsatzkräfte. Der Bus wurde am Abend in Mönchengladbach angehalten. Polizisten stellte die Personalien der Insaßen fest, unter denen auch die Täter sein dürften. Ermittelt wird jetzt wegen Landfriedensbruch und gefährlicher Körperverletzung.