Frisches Altenrüthener für die Kommission

Die Kreiskommission des Wettbewerbs "Unser Dorf hat Zukunft" macht Station in Altenrüthen. Der Mungaclub präsentiert seinen Verein.
Die Kreiskommission des Wettbewerbs "Unser Dorf hat Zukunft" macht Station in Altenrüthen. Der Mungaclub präsentiert seinen Verein.
Foto: WP
Auch die Altenrüthener nutzten ihre Chance beim Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“, um sich und ihren Ort von der schönsten Seite zu zeigen. Am Mittwoch war die Bewertungskommission zu Gast. Einer der Höhepunkte war die Fahrt mit dem Munga.

Altenrüthen.  Den Abschluss des Rundgangs ließen sich die Altenrüthener nicht nehmen. Selbstverständlich gab es für die Mitglieder der Kommission „Unser Dorf hat Zukunft“ ein frisch gezapftes dunkles Altenrüthener Bier. „Dann ist für uns jetzt schon mal 18 Uhr“, scherzte Rolf Meiberg als Vorsitzender der Gruppe.

Die Altenrüthener präsentierten ihr Dorf als liebenswert, eingebettet in die Natur, als „Tor zum Sauerland“, wie Ortsvorsteher Wiegelmann-Marx zur Begrüßung meinte – und anschließend beim Blick ins Möhnetal auch noch einmal ausdrücklich belegte.

510 Einwohner hat der Ort, der älteste wird bald 93 Jahre alt, der jüngste Nachwuchs ist gerade zwei Wochen jung. „Junge Menschen bleiben vor Ort, weil sie sich wohl fühlen“, erläuterte Wiegelmann-Marx und nutzte zusammen mit anderen Bewohnern wiederholt die Gelegenheit, zu zeigen, dass Altenrüthen lebenswert ist – und warum.

Da ist etwa die Schützenhütte, die gebaut wurde, nachdem die Schützen ihr Fest in der Gemeindehalle verlegt hatten. Längst finden dort viele Feiern statt, das Gebäude wurde schon erweitert.

Zum Breitensportverein gewandelt

Der Sportverein, erläuterte Hartmut Modes, habe sich vom Fußball- zum Breitensportverein gewandelt: „Vor acht Jahren fehlten im Fußball die Nachwuchsstars“. Stattdessen finden inzwischen viele Kurse in der Gemeindehalle statt (Modes: „Wir waren einer der ersten bei Zumba“). Der „steinige Weg“ habe sich gelohnt, man habe jetzt 20 Prozent mehr Mitglieder, sei „Bindeglied zwischen den Generationen und Teil der dörflichen Struktur“.

Dazu gehörten auch die Windräder; 1996 sei der Windpark ausgewiesen worden, dozierte Julia Wiegelmann-Marx, mit 3 MW Leistung könnten 1500 Haushalte versorgt werden. Inzwischen sei die erste Anlage modernisiert worden. Und auch die Photovoltaik-Anlagen könnten 75 Prozent des dörfliche Strombedarfs liefern.

Peter Eigemeier informierte nicht nur über den Munga-Club („wir sind deutschlandweit bekannt“), sondern ließ die Kommission auch einsteigen – mit den alten Militärfahrzeugen ging es zum Osterfeuerplatz, wo der Kindergarten zeigte, dass er zu Recht „Haus der kleinen Forscher“ genannt wird.

Nach einer Stippvisite an der Gemeindehalle, die mit vielen Stunden Eigenleistung lärmschutztechnisch auf den neusten Stand gebracht worden war, stellte sich auf dem Hof Schirk nicht nur die Krabbelgruppe, sondern zugleich auch ein Haus mit vier Generationen vor.

Der Abschluss fand (nach einem Besuch im Probenraum des Instrumentalvereins „Harmonie“) an der „Braustube“ statt, wo die Altenrüthener betonten, wie froh sie seien, dass das Gebäude in der Dorfmitte nicht mehr leer stehe – und so sogar der Kommunikationsmittelpunkt zurückgekehrt sei.