Erster WestfalenSlam in Lippstadt

Freuen sich über den WestfalenSlam am 19. Juli 2014 in Lippstadt: Dr. Nils Lange, Carmen Harms, Dr. Karl-Heinrich Sümmermann und Christof Sommer (v.l.).
Freuen sich über den WestfalenSlam am 19. Juli 2014 in Lippstadt: Dr. Nils Lange, Carmen Harms, Dr. Karl-Heinrich Sümmermann und Christof Sommer (v.l.).
Foto: WP
Die Westfalen-Initiative veranstaltet ihren ersten WestfalenSlam in Lippstadt. Die Vorbereitungen für den Wettbewerb haben bereits begonnen.

Lippstadt.. Lippstadt hat eine Randlage: Am Rande des Münsterlandes, an der Schnittstelle zu Ostwestfalen, ganz nah am Sauerland und nicht weit weg vom Ruhrgebiet. Das muss kein Nachteil sein, zumal dann, wenn die Westfalen-Initiative auf der Suche nach einem zentralen, aber nicht zu großen Ort ist. um eine Premiere zu wagen: So findet am 19. Juli 2014 erstmals ein WestfalenSlam statt – und zwar in Lippstadt.

Ein „Slam“, das ist schlicht ein Wettbewerb. Den möchte die Westfalen-Initiative in der gesamten Region etablieren, und zwar in ganz verschiedenen Bereichen. Und natürlich geht es nicht nur darum, einen Sieger in den verschiedenen Bereichen zu ermitteln, sondern zugleich nach außen zu tragen, dass Westfalen eben nicht „Dorf“ bedeutet. Schließlich hat das Sauerland die höchste Dichte an Industrie-Arbeitsplätzen, wie Dr. Niels Lange, Geschäftsführer der Stiftung Westfalen-Initiative, betont. Beim WestfalenSlam sollen über 10.000 Menschen zusammenkommen, Selbstbewusstsein für das Westfalenland zeigen – und vor allem Spaß haben.

Das passiert in verschiedenen Wettbewerbs-Bereichen im Stadtgebiet (es soll möglich sein, mindestens zwei bis drei der Slams im Laufe des Tages erleben zu können), die in eine zentrale Abend-Veranstaltung (geplant im Stadion am Waldschlösschen) mit einem musikalischen Top-Act münden soll. Und da sich möglichst viele Bewerber anmelden sollen, der zeitliche Rahmen aber naturgemäß begrenzt ist, wird es in einigen Bereichen (siehe Kasten) Vorentscheidungen geben, wobei dann die besten Teilnehmer nach Lippstadt geschickt werden. Unter anderem wird auch der beste Westfalen-Song gesucht.

350.000 Euro Kosten

Um das Projekt stemmen zu können (es wird mit Kosten in Höhe von rund 350.000 Euro gerechnet), ist die Westfalen-Initiative auf Sponsoren angewiesen. Geld wird auch über Eintrittskarten eingenommen, wobei es Kombi-Tickets geben soll, die mit dem öffentlichen Nahverkehr verknüpft sind.

„Ganz bewusst“ habe man sich nicht für eine große Stadt als Austragungsort des WestfalenSlam entschieden, erläutert Dr. Karl-Heinrich Sümmermann als Vorsitzender des Vereins Westfalen-Initiative: „Hier können Sie zum Stadion laufen.“

Ambitionierte Veranstaltung

Für Lippstadts Bürgermeister Christof Sommer ist das Projekt „eine ambitionierte Veranstaltung. Das macht es spannend, aber auch sehr schwer.“ Andererseits – siehe die am Freitag beginnende Herbstwoche – kennt man sich mit entsprechend großen Veranstaltungen durchaus aus. Auf jeden Fall werde der WestfalenSlam „die Vielseitigkeit Westfalens zeigen“ – und nebenbei auch belegen, dass dies auch für die Lippestadt gelte. Carmen Harms von Lippstadt Marketing ist sich sicher: „Das wird viel Spaß machen.“ Jetzt gelte es, das Interesse an dem Event nach und nach aufzubauen.

Dr. Niels Lange denkt schon weiter: Eine Wiederholung des Projekts sei bei einem Erfolg natürlich nicht ausgeschlossen. Und vielleicht kann man den WestfalenSlam sogar irgendwann einmal als Marke etablieren.

 

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