Erfolgsbilanz nach Begegnungsfest

Tolle Atmosphäre: Beim ersten Begegnungsfest für Asylsuchende und alle Menschen aus Rüthen und der Region kommen die Menschen ins Gespräch. Laut Organisator Felix Becker machen, gerechnet auf den ganzen Nachmittag, 1000 Gäste von diesem Angebot Gebrauch.
Tolle Atmosphäre: Beim ersten Begegnungsfest für Asylsuchende und alle Menschen aus Rüthen und der Region kommen die Menschen ins Gespräch. Laut Organisator Felix Becker machen, gerechnet auf den ganzen Nachmittag, 1000 Gäste von diesem Angebot Gebrauch.
Foto: WP
Rund 1000 Gäste zählte das Organisationsteam um Felix Becker beim Begegnungsfest in Rüthen. Eine Wiederholung ist noch nicht geplant, aber wahrscheinlich.

Rüthen..  Von rund 1000 Besuchern geht Hauptorganisator Felix Becker beim internationalen Begegnungsfest am vergangenen Samstag in der Stadthalle aus. Den ganzen Nachmittag über hatte ein reges Kommen und Gehen geherrscht, so dass diese Gesamtzahl durchaus wahrscheinlich ist. Und das Fest, das zum Ziel hatte Asylsuchende aus der Flüchtlingsunterkunft in Rüthen, aber auch aus der Umgebung mit Menschen zusammenzubringen, die in Stadt und Region beheimatet sind, hat sein Ziel erreicht, wie Becker am Montag im WP-Gespräch erklärte.

Gäste auch aus der Umgebung

Jeweils zur Hälfte, schätzt er, seien Flüchtlinge und Einheimische gekommen. Alleine aus der Zentralen Unterbringungseinrichtung des Landes im Haus Maria vom Stein seien rund 350 Bewohner gekommen, außerdem aus anderen Unterkünften wie etwa in Kallenhardt und dem Möhnetal. Die Gelegenheit zur Begegnung mit ihnen und zum Hören der Schicksalsberichte von drei Flüchtlingen nutzten Rüthener, aber auch Gäste aus der Umgebung wie Lippstadt, Warstein und Soest.

„Wir waren überrascht, dass so viele gekommen sind“, sagt Felix Becker namens des Organisationsteams, fügt aber auch mit kritischem Unterton an: „Schön wäre gewesen, wenn noch mehr Rüthener gekommen wären.“ Die Organisation hatten Mitgliedern der BUND-Jugend (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) Soest und weiteren engagierte Jugendliche übernommen. Aus etwa 20 jungen Menschen bestand das Vorbereitungsteam des Begegnungsfestes, bei der Veranstaltung selbst waren dann laut Becker insgesamt 30 Helfer im Einsatz. „Darunter waren auch Ältere, so dass es einen guten Austausch gab“, freut er sich. Die Rückmeldungen seien bislang nur positiv gewesen.

Dies bestätigt auch Bürgermeister Peter Weiken. Weil er bis Samstag im Urlaub war, konnte er an dem Fest selbst nicht teilnehmen, lobt die Veranstaltung aber dennoch: „Alle Achtung, was da auf die Beine gestellt wurde. Das war eine gute und wichtige Veranstaltung.“ Die Stadt hatte sie u.a. durch organisatorische Hilfen unterstützt und die Stadthalle kostenlos zur Verfügung gestellt.

Gefeiert wurde an diesem Tag, das Ende war eigentlich für 18 Uhr geplant gewesen, noch bis 19.30 Uhr. Dies lag an der guten Stimmung, für die später die Musikbeiträge sorgten. Diese kamen von Schülern der Rüthener Gesangsschule „Voice on“ ebenso wie von Michael Hucht, Musiklehrer des Friedrich-Spee-Gymnasiums, am Klavier, Rüthener Schülern aber auch von Geflüchteten selbst. „Das war eine tolle Mischung“, ist Becker immer noch begeistert.

Jährlicher Turnus denkbar

Und wie geht es weiter? „Konkret ist nicht direkt eine Wiederholung geplant“, berichtet er. Eine einmalige Sache dürfte das Begegnungsfest aber auch nicht bleiben: „Es war alles so positiv, dass eine Wiederholung überlegenswert ist.“ Vielleicht könne es in einem Jahr dazu kommen, deutet er an.

EURE FAVORITEN