Eis-Experimente

Jeder hat ja seine eigene Art und Weise, wie mit der Hitzewelle dieser Tage umzugehen ist – das gilt natürlich auch für diese Redaktion. Viel trinken haben sich etwa alle Kolleginnen und Kollegen auf die Fahnen geschrieben und auch kurze Hosen und Sandalen sind bereits gesichtet worden. Seit gestern steht außerdem ein Ventilator im Großraumbüro, der wenigstens etwas für Frischluft sorgt – auch wenn die Luftströme nicht alle Kollegen erreichen.


Mehrheitlich abgelehnt worden ist dagegen der Vorschlag, unter den Schreibtischen kühlende Fußbäder zu verstecken – angeblich weil man dann Schwierigkeiten hätte, aufzustehen und möglichen Besuch zu begrüßen. Vielleicht aber auch, weil man einfach nicht jedermanns Füße sehen mag?!


Weitgehend Einigkeit herrscht im Kollegenkreis immerhin, was Eis angeht (unsere Facebook-Fans werden bereits wissen, wovon ich rede). Ein bis zwei Kugeln am Tag sind bei diesem Wetter nicht zu viel – manch einer nimmt sogar drei oder vier. Eine Grundregel scheint bei allen zu gelten: Je wärmer, desto mehr. Oder warum ist die Bestellung gestern noch einmal gewachsen?


Nur bei den Sorten kommen die individuellen Geschmäcker wieder durch: Da gibt es Eis-Typ 1, der stets variiert, aber meist aus den Klassikern wählt – Vanille, Erdbeere, Schokolade. Und Typ 2, der eher nicht auf Experimente aus ist, zumindest seitdem er einmal seine Lieblingssorten gefunden hat – Butterkeks und Amarena. Typ 3 wünscht sich „was Exotisches“, und sei es eine gewagte Mischung wie Pfefferminz/Banane. Und dann gibt es da noch Typ 4, den Unberechenbaren so wie mich.


Ich bin ein Eis-Alles-Verschlinger – von Zartbitterschokolade-Kirsche am Montag über Stracciatella am Mittwoch zu Erdbeere/Zitrone gestern. Da gibt es nur eine Ausnahme: Domino-Eis kommt mir nicht ins Haus, womit ich in der Redaktion wiederum nicht ganz alleine bin. Denn man wird gezwungen, zuerst die bessere Seite mit der Schokolade zu essen und selbst dann flutscht das angetaute Eis zwischen den Waffeln hindurch, wenn man reinbeißt. Wir sind uns einig – und setzen lieber weiter auf den Eismann von nebenan.

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