Eine neue Chance für die Partnerschaft

Tanja Frohne
Der Vorstand des Partnerschaftsvereins Rüthen-Dereham (v.l.): Marlies Rückert, Rolf Gockel, Georg Eickhoff, Bärbel Eigemeier, Herbert Schröder (ehemaliger Vorsitzender), Gerd Hesper, Christiana Henneböhl und Peter Weiken.
Der Vorstand des Partnerschaftsvereins Rüthen-Dereham (v.l.): Marlies Rückert, Rolf Gockel, Georg Eickhoff, Bärbel Eigemeier, Herbert Schröder (ehemaliger Vorsitzender), Gerd Hesper, Christiana Henneböhl und Peter Weiken.
Foto: WP
Der Partnerschaftsverein will an der Zukunft der Kontakte zwischen Rüthen und Dereham arbeiten. Georg Eickhoff als neuer Vorsitzender ist optimistisch.

Rüthen.  Mit einem neuen Vorstand und viel Elan möchte der Partnerschaftsverein Rüthen-Dereham die Städtepartnerschaft neu beleben. „Es ist wichtig, die Kontakte zum Partnerschaftsverein in Dereham zu intensivieren“, betonte der neue Vorsitzende Georg Eickhoff und appellierte an die Mitglieder, mit vereinten Kräften die Städtepartnerschaft neu mit Leben zu füllen.

Nach 15 arbeitsreichen Jahren im Dienste des Partnerschaftsvereins hatte zuvor der bisherige 1. Vorsitzende Herbert Schröder signalisiert, nicht mehr für das Amt kandidieren zu wollen. Eine solch lange Zeit bringe „Abnutzungserscheinungen mit sich“. Als Nachfolger gewählt wurde Georg Eickhoff, bisher neben Rolf Gockel stellvertretender Vorsitzender, der betonte, dass ihm die Partnerschaft am Herzen liege und er hoffe, einiges bewegen zu können. Bürgermeister Peter Weiken, Mitglied im Beirat (siehe Info-Kasten), betonte, dass es sehr wichtig für die Stadt sei, die Städtepartnerschaft weiter zu pflegen und aufrecht zu halten. „Das ist eine sehr gute Bereicherung.“

Weiken sicherte seine volle Unterstützung bei der Belebung der Städtepartnerschaft zu: „Das ist eine ureigene Sache der Stadt Rüthen.“ Eingeschlafen sei das Interesse allerdings nicht nur in der Bergstadt, auch in Dereham, das in der Grafschaft Norfolk liegt, gebe es ähnliche Probleme. „Wir haben die Zusicherung aus England, dass man sich auch dort Gedanken macht“, betonte Weiken, der gleichzeitig neidisch auf die europaaktive Kommune Warstein schaute. „In diesem einen Punkt müssen wir auch einmal Warstein nacheifern und gucken, dass wir eine lebendige Städtepartnerschaft auf die Reihe kriegen.“

In den vergangenen Jahren war Partnerschaft wirklich intensiv nur vom Kammerchor Rüthen und den Norfolk Singers in Dereham gepflegt worden. So plant Kammerchor-Vorsitzender Volker Dumschat Anfang Oktober eine viertägige Fahrt nach Dereham, deren Höhepunkt ein gemeinsames Konzert mit den Norfolk Singers sein wird. Schröder machte den Vorschlag, die Fahrt des Chores seitens des Partnerschaftsvereins finanziell zu unterstützen, sei dieser doch das Aushängeschild der Städtepartnerschaft. „Wir haben auch schon versucht, andere Vereine mit ins Boot zu holen, aber es hat sich nie etwas ergeben.“

Zusicherung aus England

Sportverein und Musiker nannte Rolf Gockel als Beispiele, erinnerte daran, wie man einst mit 14 Personen einen Staffellauf bis nach Dereham durchgeführt hatte, hier begeistert gefeiert worden war. Trotzdem sei man für kommende Zeiten gut gerüstet. „Wir sollten positiv in die Zukunft blicken.“

So will man die Mitgliederwerbung intensivieren. „Es geht weniger darum, Geld einzunehmen, sondern darum, Unterstützer für die Sache zu bekommen, die in irgendeiner Form mitwirken wollen“, begründete Eickhoff den niedrigen Jahresbeitrag von 7,67 Euro (einst 15 D-Mark). „Es geht darum, ein Zeichen zu setzen.“

Aus der Versammlung kam der Vorschlag, die Schulen mehr mit ins Boot zu holen, bei der Lehrerschaft das Bewusstsein für die Städtepartnerschaft zu schärfen, aber auch die Schüler einzubinden, Der Verein könnte etwa einen vierwöchigen Sprachaufenthalt für Einzelpersonen vermitteln.

Überlegt wird auch, gezielt Rüthener anzusprechen, die bei früheren Schüleraustauschen nach Dereham mit dabei waren. Klaus-Dieter Hötte schlug vor, die Pfadfinder mit einzubinden. „Damit kriegen wir vielleicht wieder insgesamt eine Verjüngung hin.“ Zufrieden war Georg Eickhoff mit den Impulsen: „Wir sind auf einem guten Weg. Wir werden die Ideen sammeln und versuchen, die Initiative zu ergreifen.“