Ehemalige Klienten feiern langjährige Abstinenz

Warstein..  Allen Grund zu Feiern hatten etwa 300 ehemaligen Klienten n des LWL-Rehabilitationszentrum Südwestfalen mit Angehörigen im Festsaal der LWL-Kliniken Warstein. Sie kamen, um ihre anhaltende Abstinenz zu feiern. Dabei stand am Vormittag die Ehrung langjähriger abstinenten Klienten im Vordergrund. „Sie sind das Herzstück des Vormittags“, so Dr. Bertrand Evertz Chefarzt des LWL-Rehabilitationszentrum Südwestfalen, der zahlreiche Klienten für 10, 15, 20 und sogar 33 Jahre Abstinenz ehren durfte.

Das Ehemaligentreffen ist für viele ein wichtiger Termin. Manche Klienten reisen schon am Vortag an, um in Ruhe „ihre Stationen“ zu besuchen, auf denen sie intensive Phasen der Ambivalenz oder des Widerstands erlebt haben und bekunden durch ihre Anwesenheit beim Ehemaligentreffen, das sie den Kampf gegen die Abhängigkeit gewonnen haben. Was 1979 von einer einzelnen Station von Klienten und ihren Therapeuten entstand und 1999 für alle Stationen geplant wurde, ist in den weiteren Jahren professionalisiert worden. So feiert man das Ehemaligentreffen seit Jahren für die Klienten aller Häuser im Festsaal mit Rahmenprogramm.

Musikalisch wurde der Vormittag von Laeticia Evertz begleitet. Nach der Begrüßung gab Dr. Bertrand Evertz einen Überblick über das Neubauprojekt am Stillenberg, auf dem mit 80 stationären Therapieplätzen ein Rehazentrum auf dem LWL- Gelände errichtet wird. Abgerundet wurde der Tag mit einer Tombola, einem Aktionsstand „Gesundheit“ oder einem Rundgang durch den Rohbau.

Was vielen ehemaligen Klienten aber besonders am Herzen liegt, ist das persönliche Gespräch und das Wiedersehen früherer Therapeuten, Pflegekräfte oder Ärzte.

So waren es mehrere Klienten, die wahre Lobeshymen und überschwängliche Freude verbreiteten, als sie „ihren“ Bezugstherapeuten Berthold Velthaus wieder sahen. Er ist seit 29 Jahren als Diplomsozialarbeiter im Therapeutischen Dienst. „Ich freue mich jedes Jahr über die positive Entwicklung der Klienten, denn die Bewährungsprobe liegt im Alltag“, so Velthaus.

„Für viele Klienten kommt die Herausforderung und der Wille des Durchhaltens in der Zeit nach der Rehabilitation“, berichtet Diplomsozialarbeiterin Christel Mahlich, die seit 25 Jahren ebenfalls im Therapeutischen Dienst bei den LWL Klinken Warstein tätig ist.

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