Die Krise ist überstanden

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Warstein.. Diese Nachricht ist nicht nur gut für das Maria Hilf Krankenhaus, sondern für die ganze Region rund um Warstein. Nachdem die Klinik 2009 am finanziellen Abgrund gestanden hatte, wird das Haus voraussichtlich in diesem Jahr schon eine „schwarze Null“ schreiben können.

Die Bruderschaftsversammlung im Gemeindezentrum war nicht die bestbesuchteste der vergangenen Jahre, aber ganz bestimmt die verheißungsvollste. „Wir haben noch nicht einmal Bergfest und sind unserem Plan eigentlich schon ein ganzes Stück voraus“, freute sich Klinik-Geschäftsführer Dr. Hans Christian Vatteroth. Das auf fünf Jahre angelegte Zukunftskonzept, das im Zuge des Einstiegs der Deutschen Klinik Union (DKU) auferlegt wurde, greift. Das Krankenhaus erwirtschaftet bald wieder Gewinne.

Noch 2009 hatte die Klinik ein dickes Minus von 1,4 Mio. Euro eingefahren. Aktuell ist dieses Minus nur noch 140 000 Euro groß.

Der Geschäftsbericht, den Vatteroth der Bruderschaft präsentierte, belegte den Aufwärtstrend mit deutlichen Zahlen: Die Patientenzahlen steigen in diesem Jahr wieder über die 5000er-Marke, der sogenannte „Case Mix Index“, der die Schwere der Fälle angibt, steigt und noch dazu rangiert die Klinik laut einer Befragung der Techniker Krankenkasse unter deren Versicherten unter den besten 20 in Deutschland. „So soll es sein“, erklärte Vatteroth, „wir wollen in die Champions League unter den Krankenhäusern und dort auch bleiben“.

Die Einrichtung des Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) in Anröchte soll das Einzugsgebiet der Klinik in Zukunft noch vergrößern. Im Frühjahr beginnen die Bauarbeiten für einen Neubau in Anröchte.

Der nach der Übernahme der Gesellschafter-Mehrheit (51 zu 49 Prozent) durch die DKU neu gegründete Beirat (bestehend aus Peter Krämer, Alexa Senger-Tetzlaff, Franz-Josef Fisch und Jochen Jungblut) überbrachte in Person von Jungblut die besten Grüße: „Diese Entwicklung ist schnell und beeindruckend.“

Der Bruderschaftsvorsitzende Walter Schaminet verabschiedete am Ende der Veranstaltung den seit 1988 im Kuratorium aktiven Martin Kraß mit einem Geschenk. Kraß war 1988 als Notvorstand eingesetzt worden und hatte die Höhen und Tiefen des Hauses stets hautnah miterlebt.

Obwohl der Beirat praktisch die Arbeit des Kuratoriums ablöst, soll diese Institution weiterhin daneben bestehen.

Zuletzt bat Walter Schaminet die Bruderschaft zur Kuratoriums-Wahl. Laurentius Luttermann, Hartwig Bigge, Willi Tüllmann, Dr. Eckart tannhäuser und Michael Meerpohl wurden - vorbehaltlich ihrer Annahme - wiedergewählt. Neu dabei ist allerdings Sabine Kraß.

 
 

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