Dem „Herrgott“ wieder mehr Bedeutung geben

Armin Obalski
Soll mehr in das Bewusstsein rücken: Der „Herrgott von Altenrüthen“.
Soll mehr in das Bewusstsein rücken: Der „Herrgott von Altenrüthen“.
Foto: WP

Altenrüthen.  Über Jahrhunderte war die Pfarrkirche in Altenrüthen Ziel vieler Wallfahrer. Sie kamen vor allem aus dem Bereich Rüthen, Belecke und Warstein zur früheren Mutterkirche, um dort eine Reliquie vom Kreuz Christi, dargestellt im so genannten „Herrgott von Altenrüthen“, zu verehren. Schon seit den Zeiten des von Bismarck ausgelösten Kulturkampfes im 19. Jahrhundert ist diese große Wallfahrtstradition passé. Einzig die St.-Pankratius-Gemeinde Belecke hat sie vor einigen Jahren wieder aufleben lassen und veranstaltet alle fünf Jahren eine Fußwallfahrt nach Altenrüthen. Bleibt es beim fünfjährigen Turnus, steht die nächste 2016 an.

Festtag am 14. September

Noch wird in Altenrüthen jedes Jahr das Fest der Kreuzerhöhung, das im liturgischen Kalender der katholischen wie der orthodoxen Kirche auf den 14. September fällt, besonders gefeiert. Dann wird der „Herrgott“ mit dem Kreuzpartikel aus dem linken Seitenaltar der Pfarrkirche St. Gervasius und Protasius genommen und in einer Prozession durch die Straßen getragen.

Jetzt will man sich dort aber verstärkt auf die Tradition des Festes und seines Anlasses besinnen. „Der ‘Herrgott von Altenrüthen’ hat früher eine große Bedeutung für unseren Ort gehabt“, betont Pastor Dieter Moors und erinnert an die reiche Wallfahrtstradition. Nun soll dem fest Kreuzerhöhung zusätzliche, besondere Bedeutung verliehen werden, „um die Wichtigkeit dieses besonderen Kreuzes wieder mehr in den Mittelpunkt unserer Gemeinde zu stellen“. Wie dies geschehen kann, darüber wollen sich Pastor Moors und Vertreter kirchlicher Gruppen bei einem Treffen Mitte August Gedanken machen.