Das Sauerland (nicht nur) zu Fuß genießen

Warstein.  Wandern liegt im Trend und das Sauerland ist prädestiniert dafür, den Rucksack zu schultern und die Schönheiten des Landes der 1000 Berge – und zahlreicher Seen – zu erkunden. Der Führer „Sauerland - Wandern - Woll“ führt Wanderfreunde durch das gesamte Sauerland. Dabei ist das handliche Taschenbuch kein gewöhnlicher Wanderführer mit detailgenauen Karten und kurzen Beschreibungen, er versteht sich eher als Botschafter für das Sauerland, will Appetit machen auf die Region und ihre Sehenswürdigkeiten.

So geben zahlreiche Fotos einen Einblick in die reizvolle Landschaft. Hinzu kommen Statements von Einheimischen, wie Zoff-Sänger Reiner Hänsch, Informationen zu Brauchtum – beispielsweise wird dem Schnadezug in Brilon ein Kapitel gewidmet – und sogar typische Sauerländer Rezepte finden sich hier.

Waldroute ein Schwerpunkt

Schwerpunkte setzt Autor Dr. Peter Kracht bei den schönsten Wanderwegen des Sauerlandes: Dem Rothaarsteig, den er als Flaggschiff und Aushängeschild für das neue Wandern schlechthin bezeichnet, als Weg der Sinne, der nicht nur mit Natur, sondern auch mit mittlerweile 99 Hörinseln lockt, sowie dem Sauerland-Höhenflug und natürlich der Waldroute.

Kracht schwärmt von dem heimischen Aushängeschild, das man seiner Aussage nach, beginnend in Iserlohn, in 16 Etappen erwandern kann. Zwei Tipps des Autors in der heimischen Gegend: Der Lörmecketurm und die Stadt Rüthen, „wunderschön auf der Höhe, eingepackt bis heute in die drei Kilometer lange, fast vollständig erhaltene mittelalterliche Stadtmauer“.

Es macht Spaß, diesen Wanderführer zu lesen – auch für Sauerland-Liebhaber, die die Wanderschuhe lieber im Schrank stehen lassen. Er macht Spaß, weil man etwas über das Sauerland erfährt, aber auch über die Sauerländer. Weil Natur ebenso ein Thema ist wie Historisches und selbst die Sagenwelt nicht außen vor gelassen wird. Und vielleicht auch, weil man gutbürgerliche Küche mag und schon immer dem Geheimnis der Potthucke auf den Grund gehen oder selbst eine Sülze herstellen wollte. Eine Wanderroute hat übrigens Kathrin Heinrichs, Autorin der Sauerland-Krimis, beschrieben. Sie führt die Wanderfreunde rund um ihren Heimatort Langenholthausen. Wandern ist eben mörderisch gut.

 
 

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