Bürgermeister gratuliert zur Diamanthochzeit

Manfred Böckmann
Josef und Maria Ratte feiern am 2. Juli 2013 das Fest der Diamanthochzeit.
Josef und Maria Ratte feiern am 2. Juli 2013 das Fest der Diamanthochzeit.
Foto: WP

Altenrüthen.  „Eine Hitze, man konnte es kaum aushalten!“ Die Aussage von Maria Ratte passt weniger auf das aktuelle Wetter als auf das vom 2. Juli vor 60 Jahren: Damals sagten Maria Hötte (85) und Josef Ratte (91) „Ja“ zueinander. Jetzt feiern die beiden Altenrüthener das Fest der Diamanthochzeit.

Die beiden rüstigen Senioren erinnern sich noch gut sechs Jahrzehnte zurück: Die standesamtliche Hochzeit fand in Rüthen statt, die kirchliche tags darauf am 2. Juli in der Kirche St. Maria Magdalena in Lütgendortmund. Das hatte einen ernsten Grund: Man war in Trauer, so dass man nur im kleinen Familienkreis feierte. Immerhin: Der Polterabend am Vorabend in Altenrüthen, wurde recht ordentlich begangen, damals noch im alten Fachwerkhaus neben dem jetzigen Wohnhaus.

Das wurde 1967 bezogen – eine Obstwiese musste dafür weichen, erinnern sich die Jubilare, die damit das über 300 Jahre alte Fachwerkhaus aufgaben. Das Holz war teilweise faul geworden, selbst ein Boden aus Beton brachte keine langfristige Lösung. Einer Sage zufolge sollte im dortigen Keller ein Goldschatz vergraben worden sein – gefunden hat den freilich niemand, verrät Maria Ratte.

Kennengelernt haben sich die beiden Jubilare übrigens schon früh, und „man kam aus dem Dorf ja damals nicht so weit“, erinnert sich Josef Ratte. Während er damals in der einzügigen Schule in der Entlassklasse war, besuchte sie die 1. Klasse. Jahre später schoss das begeisterte Schützenmitglied den Vogel ab – und fand in Maria seine Königin und spätere Ehefrau. Drei Kinder und drei Enkelkinder vergrößerten später im Laufe der Jahre die Landwirte-Familie immer weiter. Übrigens auch beim Kaiserschießen am vergangenen Samstag nahm Josef Ratte die Flinte in die Hand und schoss mit: „Zwei Schuss, beide Mal getroffen.“

„So ein Jubiläum ist schon etwas besonderes“, freute sich auch Bürgermeister Peter Weiken über das rüstige Rentner-Paar und übergab zusammen mit Ortsvorsteher Claus Wiegelmann-Marx nicht nur ein offizielles Schreiben, sondern auch einen Geschenke-Korb.

Zahlreiche Nachbarn, Freunde und Verwandte waren am Montag Abend gekommen, um mit den Diamanthochzeits-Paar anzustoßen. Auch die heimischen Musiker ließen es sich nicht nehmen, ein Ständchen zu bringen.

Nur wettermäßig war es diesmal anders als bei der „Premiere“. Aber von ein wenig Blitz, Donner und Regentropfen ließ sich niemand vom Feiern abhalten. Josef und Maria Ratte schon mal gar nicht.